Markt oder Mietwagen?

Wann? 03.11.2014 18:00 Uhr

Wo? U Schlump, Gustav-Falke-Straße 2, 20144 Hamburg DE
Montags und donnerstags ist Markt nahe der U-Bahn-Station Schlump, doch die Händler sehen sich von Parkplätzplänen bedroht.
Hamburg: U Schlump |

U-Bahn Schlump: Hochbahn beharrt auf Parkplätzen für Leihautos auf Wochenmarktfläche – Händler dringen auf Alternativen

Neue Runde im Ringen um die Zukunft des Wochenmarkts am U-Bahnhof Schlump: Die Hochbahn holt ihre Parkplatz-Pläne für Mietwagen wieder aus der Schublade. Das Elbe Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was ist da geplant?

Es soll ein sogenannnter Switch-Punkt eingerichtet werden. Heißt: An einer stark frequentierten U-Bahn-Station werden gut sichtbar Smarts von car2go oder größere Autos von Europcar abgestellt. HVV-Kunden können diese mit einem Zusatzbeitrag nutzen.

Warum gerade am Schlump?
Es ist eine stark genutzte Haltestelle – und laut Hochbahn im Kerngebiet von Eimsbüttel die einzige, an der es überhaupt genügend Parkplätze für die Leihwagen gibt.

Was ist das Problem?
Montags und donnerstags ist dort der beliebte Wochenmarkt – die mindestens zwölf Mietwagen sollen auf einem Teil der Marktfläche parken. Händler befürchten eine schleichende Verdrängung und sehen ihre Existenz bedroht. Für sie ist Laufkundschaft von der U-Bahn-Station wichtig, dafür müssen die Stände im Blickfeld der Station sein. Genau das gleiche Argument führt die Hochbahn allerdings für die Mietwagen an.

Gibt es keine Alternativen?

Anwohner schlagen vor, die Autos auf Parkstreifen an der benachbarten Schäferkampsallee oder Schröderstiftstraße abzustellen – oder auf einem offenbar kaum genutzten Parkplatz des Hamburger Sportbunds nahe der U-Bahn-Station. Laut Hochbahn lassen sich diese „theoretischen Alternativstandorte“ nicht realisieren oder seien nicht sinnvoll.

Wie geht es weiter?
Nun muss der Bezirk entscheiden, was die Hochbahn wo machen darf. Bezirksamt und Lokalpolitiker wollen sich mit dem ersten Switch-Punkt in Eimsbüttel schmücken. Die Markthändler und Anwohner haben aber hunderte Unterschriften für den Bestand des Markts gesammelt und schalten sich damit in die Debatte ein. Sie fragen: Warum muss für Firmen wie Mercedes (car2go) oder Europcar knapper öffentlicher Raum hergegeben werden und die Existenz des Wochenmarkts bedroht werden?

Das Thema Switch-Station und Wochenmarkt wird am Montag, 3. November, ab 18 Uhr im Kerngebietsauschuss diskutiert. Ort: Bezirksamt Eimsbüttel, Grindelberg 62, Ferdinand-Streb-Saal (12. Stock).
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