„Macht endlich diesen Platz neu!“

Wollen endlich einen guten Sportplatz an der Gustav-Falke-Straße haben: Mädchen und Jungen von Alsterbrüdern und ETV.
 
Ziehen an einem Strang: Jörg Heinsohn (FC Als-terbrüder, von links), Frank Fechner (ETV), Klaus Traulsen (Ida-Ehre-Schule), Arne Bosselmann (FC Alsterbrüder), Winfried Rangnick (Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium), Kristin Eichholz und Renate Fricke (beide Helene-Lange-Gymnasium) kämpfen gemeinsam für den Sportpark.

Sportplatz Gustav-Falke-Straße: Vereine, Schulen und Anrainer fordern dringend Verbesserungen

Sie ziehen an einem Strang: Vereine, Schulen und Anrainer rund um den Sportplatz an der Gustav-Falke-Straße kämpfen gemeinsam für bessere Trainings- und Fitnessmöglichkeiten in dem dichtbesiedelten Quartier. Der Grandplatz des Fußballclubs FCAlsterbrüder ist eine riesige Fläche, die allerdings mehr schlecht als recht genutzt werden kann. Vormittags teilen sich bis zu vier Schulen die staubige und veraltete Fläche. Nach Regentagen oder im Winter ist der Platz kaum zu nutzen. „Wir machen Sport auf Anlagen, die unterirdisch sind“, klagt Klaus Traulsen von der Ida-Ehre-Schule an der Bogenstraße.
Doch das soll besser werden: Unter der Regie der Alsterbrüder haben die Anrainer ein Konzept für den „Sportpark Kerngebiet Eimsbüttel“ erstellt. Hauptpunkte: Ein moderner Kunstrasenplatz, Flächen für Leichtathletik und Fitnessbereiche für Jedermann. Davon sollen alle im Umfeld profitieren: Schulen, Vereine und Nachbarn. 1,5 Millionen Euro würde das Gesamtpaket nach ersten Schätzungen kosten, ein Kunstrasen allein kommt auf etwa 400.000 bis 500.000 Euro.
Knapp 4.500 Schüler besuchen täglich die Schulen in dem Quartier. „Für diese Kinder und Jugendlichen lohnt sich eine gute Sportfläche“, betont Winfried Rangnick vom Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium.
Alsterbrüder und Eimsbütteler Turnverband (ETV), Haupt- und Mitnutzer des Platzes, brauchen bessere Bedingungen für ihre Fußballsparten. Die Als-terbrüder wollen mehr Jungs und Herren fürs Kicken begeis-tern. Der ETV will an der Gus-tav-Falke-Straße nur Mädchen- und Frauenfußball anbieten, um dem Stammclub das Wasser nicht abzugraben. Für einen Kunstrasen, den alle als ersten Schritt hin zum attraktiven Sportpark sehen, wollen die Clubs gemeinsam etwa 100.000 Euro beisteuern – etwa ein Viertel der geschätzten Kosten.
Das Konzept ist fertig. „Wir erwarten, dass die Politik sich endlich damit befasst und das Flickwerk hier ein Ende hat“, betonen Frank Fechner (ETV) und Jörg Heinsohn (Alsterbrüder). Für alle Beteiligten ist klar: „Es muss hier bald etwas passieren. Der Bedarf ist immens“, so Kristin Eichholz vom Helene-Lange-Gymnasium.

Die Pläne – und die Hürden
Auf dem Sportplatz Gustav-Falke-Straße kann eine Menge verbessert werden: Ein großer Kunstrasenplatz im Zentrum, rundherum Flächen für Weitsprung, Hochsprung, Sprint, Basketball, Volleyball und ein Fitnessbereich für jedermann – so die Vorschläge. Auch der angrenzende Spielplatz soll in den Sportpark integriert werden. Im Kern soll der bisher durch Zaun und Grün abgeschottete Platz zum Quartier geöffnet werden. Großer Wunsch aller Beteiligten: Ein Abschnitt der Gustav-Falke-Straße soll verkehrsberuhigt werden.
Das Problem: An der Ecke sind verschiedene Behörden zuständig – Sportamt und Bezirk für den Platz an sich, die Schulbehörde für die Flächen nebenan. Schließlich ist der Bezirk Ansprechpartner für die Gesamtplanung und die Verkehrsproblematik. Schon in der Vergangenheit scheiterten Anläufe zu Verbesserungen an diesem Kuddelmuddel. Zumindest der Bezirk möchte mithelfen, dass etwas passiert: „Hier müssen dicke Bretter gebohrt werden. Wir wollen dabei nach Kräften unterstützen“, so Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke.
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