Lokstedt: Parkplatznot wegen Neubauten?

Im Bereich Grandweg/Veilchenweg und Lohkoppelweg/Emil-Andresen-Straße wird ordentlich gebaut. Nun befürchten alteingesessene Anwohner, dass sie ihr Auto nicht mehr abstellen können. (Foto: ap)

Bezirksamt beruhigt: Jede Menge Stellplätze werden neu errichtet

Aimée Polzin, Lokstedt – Die Anwohner im Bereich Grandweg/Veilchenweg und Lohkoppelweg/Emil-Andresen-Straße sind sauer. Jede Menge Eigentumswohnungen werden aus dem Boden gestampft, schon jetzt sind Parkplätze schwer zu finden. Einige der alteingesessenen Anwohner befürchten gar, dass sie ihre Autos zwangsweise abschaffen müssen oder für Stellplätze viel Geld bezahlen sollen.
„Weil ich keinen Parkplatz bekomme, kriege ich hier häufig Strafzettel“, klagt Sabine Kück (48). Das sieht Marion Dietz (51) ähnlich: „Die Handwerker stehen oft in unserer Straße. Die Lage hat sich in den letzten Monaten zugespitzt. Wenn die neuen Nachbarn Besuch bekommen, wird es eng. Man müsste eine Tiefgarage bauen“. Einige Alteingesessene rechnen auch mit jeder Menge großer Fahrzeuge von betuchten Neubewohnern.
Aileen Röpcke aber, Pressesprecherin des Bezirksamts Eimsbüttel, ließ mitteilen, dass die Anwohner sich keine Sorgen zu machen bräuchten: Es seien „0,8 notwendige Stellplätze je Wohneinheit zu errichten“, so Röpcke. Für die Ecke Emil-
Andresen-Straße/Lohkoppel-weg wären das also 192. Geplant sind laut Amt sogar mehr als erforderlich. Insgesamt werden 220 Parkmöglichkeiten entstehen.
Für das Wohnbauvorhaben Veilchenweg/Grandweg sind 488 Stellplätze erforderlich. Auch hier sollen laut Röpcke mehr Stellplätze erbaut werden als erforderlich: insgesamt 503 Stellplätze. Ergänzend werden neben den Parkplätzen auf privatem Grund auch 52 öffentliche Parkplätze im Bereich Emil-Andresen-Straße / Lohkoppelweg und weitere 117 im Bereich Veilchenweg / Grandweg neu errichtet.
Henriette P. (Name geändert) aus der direkten Nachbarschaft setzten diese Bauvorhaben zu. Die Garage, die sie früher benutzte, wurde von dem Wohnungsunternehmen Neue Heimat verkauft. Nun müsste sie um die 75 Euro monatlich zahlen, um einen sicheren Platz haben zu können.
Frau P. befürchtet, dass bald alle Parkplätze kostenpflichtig sind. Sie schrieb an den Bezirk. Zwar war die Behörde damit einverstanden, dass sie ihr Auto auf das eigene Grundstück stellt, doch da machten diesmal die Nachbarn nicht mit. Die Hansa Baugenossenschaft, einer der vier Bauherren, schlug Frau P. vor, im Herbst noch einmal nachzufragen.
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1 Kommentar
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Jens Deye aus Eimsbüttel | 21.09.2012 | 13:48  
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