Linie 5: Ist der Bus nun wirklich schneller?

Auf der Linie 5 sollen Fahrgäste nun sechs Minuten schneller unterwegs sein. Das Ganze kostete 25 Millionen Euro.

Umbau fast abgeschlossen: Was sich verbessert hat

Für 25 Millionen Euro wurde die Buslinie 5 umgebaut – hat sich das gelohnt? Das Elbe Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was wurde gemacht?
Auf der Strecke zwischen Niendorf Markt und ZOB wurden 19 Haltestellen um- und ausgebaut, 40 Ampeln umgerüs- tet, vier Kilometer Busspur neu gebaut oder saniert.

Warum das Ganze?
Die Busse sollen schneller vorankommen, es sollen insgesamt mehr Busse in einem kürzeren Takt fahren. Die Linie ist vor allem auf dem Abschnitt zwischen Grindelviertel und Dammtor stark überlastet (60.000 Fahrgäste pro Tag).

Was hat sich verbessert?
Laut Verkehrsbehörde ist der Bus zwischen Niendorf Markt und ZOB sechs Minuten schneller – statt vorher 39 Minuten dauert die Fahrt nun 33 Minuten. Auf dem Abschnitt zwischen Bezirksamt Eimsbüttel und Innenstadt fahren nun alle zweieinhalb Minuten Busse. Die Kapazitäten sind um 25 Prozent erhöht worden.

Was hat das Ganze gekostet?
Ziemlich viel: Bisher gut 25 Millionen Euro. Für eine Minute Zeitersparnis wurden somit 4,16 Millionen Euro ausgegeben, die Sekunde kostete umgerechnet 69.000 Euro. Wegen der immensen Kosten ist das Ausbauprogramm in der Kritik.

Gibt es Alternativen zum Bus-Ausbau?

Immer wieder wird über eine Stadtbahn diskutiert ­– also eine moderne Straßenbahn. Gerade die 5er-Linie mit durchgehenden Busspuren gilt als gut geeignet dafür. Knackpunkt sind die Kosten: Die alten Stadtbahnpläne für Hamburg sollten etwa 800 Millionen Euro kosten (28 Kilometer Strecke). Für Verbesserungen auf 100 Kilometern Busnetz gibt der Senat nun etwa 260 Millionen Euro aus. Zudem ist beim Bau einer Straßenbahn noch mehr Protest von Anliegern und Geschäftsleuten zu erwarten.

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Hat sich die Fahrzeit auf der Linie 5 spürbar verringert? Geht es besser voran, ist mehr Platz in den Bussen?

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Stichwort „Bus-Linie 5“
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