Leser fordern: Markt an die Apostelkirche

„Knappis Imbiss“ mit Stephan Knappert und seiner Mutter Ingrid ist dem Wochenmarkt Grundstraße bereits seit 1987 treu. (Foto: cvs)

Markt Grundstraße: Sonnabends läufts gut, mittwochs nicht

Die ungewisse Zukunft des Mittwochs-Markts an der Grundstraße hat viele Leser bewegt – etliche Eimsbütteler wünschen sich einen Umzug an die Apostelkirche – das Elbe Wochenblatt dokumentiert die Meinungen und Vorschläge der Leser.

Als regelmäßige Wochenmarkt-Besucherin (allerdings sonn-abends) bin ich sehr dafür, den Wochenmarkt wieder an die Apostelkirche zu verlegen. Die Atmosphäre auf dem derzeitigen staubigen und extrem heißen Parkplatz lässt mehr als zu wünschen übrig. Es gibt kaum Sitzgelegenheiten für ältere oder gebrechliche Menschen. Außerdem könnten die im Viertel dringend benötigten Stellplätze dauerhaft genutzt werden. Das Marktcafe hat bereits wieder geschlossen, auch ein Zeichen?
Neben der Grünanlage bei der Apostelkirche gibt es ja auch bereits befestigte Stellen, außerdem muss der Bereich ja nicht versiegelt werden. Das Bezirksamt sollte sich ein Herz geben und die unvergleichlich stimmungsvolle Marktsituation rund um die Kirche ermöglichen. Beschwerden von Anwohnern gibt es immer – egal ob sinnvolle oder weniger sinnvolle Maßnahmen geplant sind. C. Stecker, Eimsbüttel

Ich bin absolut dafür, den Wochenmarkt von der Grundstraße auf den Apostel-Kirchplatz zu verlegen. Es steigert die Qualität des Wochenmarktes erheblich, er wird dadurch aufgewertet, weil das Ambiente viel besser ist (was in Eimsbüttel ja bekanntlich eine Menge ausmacht). Außerdem würden viel mehr Menschen einkaufen, auch mittwochs. Viele Mütter oder Omas sind mit ihren Kindern auf dem Apostel-Spielplatz und würden mal eben schnell was einkaufen, für viele ist es einfach der tägliche Weg, die Bushaltestelle liegt direkt davor, und es liegt viel zentraler. Außerdem würden auf der Grundstraße gerade für Eimsbüttel sehr wertvolle Parkflächen die ganze Woche über zur Verfügung stehen. Mal ehrlich: Sehr charmant ist ein Wochenmarkt auf so einem ungemütlichen Beton-Platz nicht gerade, oder? Sonja Heilmann, per E-Mail

Dieser Wochenmarkt – es ist ein Trauerspiel, und das schon länger. Eine kurzfristige Erholung gab es, als der Markt vor der Apostelkirche stattfand. Es war eine richtige Marktstimmung, und es wurde auch gut angenommen. Warum sich hier das Bezirksamt Eimsbüttel so schwer tut, ist unbegreiflich. Eine öffentliche Grünfläche! Ungepflegt, wie alles im Viertel. Auf den ersten Blick sehr gün, aber bei näherem Hinsehen nur Unkraut. Eine entsprechende Infrastruktur ließe sich auch schaffen.
Als ich Ende 1978 in die Methfesselstraße zog, war dies ein toller Markt, der dem Isemarkt in nichts nachstand. Eine Vielfalt an Ständen und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Und ab 12 Uhr überboten sich die Markschreier, um ihre Ware noch loszubekommen – auch so etwas gehört zu einer Marktatmosphäre. Auch der Mix war besser! Der Markt reichte früher in die Methfesselstraße hinein, wo heute der Neubau steht. Er ging bis vor das rote Klinkerhaus und runter zur Grundstraße, wo heute die Polizei ist. Auch mittwochs war er nicht so trostlos, zwar kleiner, aber ok. Der heutige Markt ist einfach steril – ohne Atmosphäre! Ein Parkplatz eben! Das Flair vor der Apostelkirche ist hier nicht hinzuzaubern! Dagmar Klein, Eimsbüttel

Ich bin Jahrgang 1963, aufgewachsen in der Sillemstraße mit Blick auf den Markt. Dieser tolle Wochenmarkt starb vor langer Zeit. Gründe: Der Bau der Tiefgarage mit dem hässlichen Wohnhaus, davor die Umverlegung der Polizei sowie der Abriss der alten Überdachung an der Zufahrt von der Grundstraße.
Immer mehr Cafe Latte trinkende Neuzugänge, die ihre Lebensmittel im Supermarkt oder Internet bestellen, haben das mit zu verantworten. Da sind Parkplätze weg, und ehemalige Marktbesucher sind verstorben oder finden keine Parkplätze dort. Also fahren die letzten woanders hin. R.I.P. (Ruhe in Frieden) du schöner alter Wochenmarkt. Thomas B., Groß Flottbek


Wenn mittwochs niemand mehr kommt – weglassen. Für Berufstätige bringt das eh nichts. Dafür sonnabends verlängern bis 15 oder 16 Uhr, dann wäre viel mehr los, und Langschläfer hätten auch eine Chance. Was stört, sind enge Gänge und Pulks von Eltern mit Babys und Kleinkindern, Kinderwagen und Dreirädern, die nur zum Lattemacchiatotrinken aufkreuzen (umweltfreundlich aus Plastikbechern...) und alles blockieren. G. Ebert, per E-Mail


Ich nutze den Markt seit circa 35 Jahren. Durch das am Eingang Methfesselstraße gebaute Wohnhaus ist auch am Samstag der Markt kaum sichtbar – aber gut besucht!
Der Wunsch vieler Händler, wieder vor der Apostelkirche zu stehen, ist verständlich – der Markt wäre wirklich sichtbar und Laufkundschaft würde angesprochen. Für den vor Jahren eingestellten damaligen Biomarkt war die Infrastruktur doch ausreichend – insoweit ist die Begründung des Bezirks wenig nachvollziehbar!
Was spricht dagegen, sonnabends auf die Grundstraße und mittwochs vor die Apostelkirche zu ziehen? Ein WC für den Markt am Mittwoch wäre auch sinnvoll für die vielen Spielplatz-Nutzer. Aber vielleicht suchen die Eimsbüttler Marktbesucher auch nur am Sonnabend die bunte Atmosphäre eines Marktes?
Roland Seidlitz, Eimsbüttel

Der Mittwochsmarkt an der Grundstraße ist tot!!! Warum hört man nicht auf die Markthändler und zieht - wie seit langem gefordert - zur Apostelkirche? Geht es hier um BÜROKRATIE oder Bürgerwille? Der Markt an der Kirche war einfach „gemütlicher“. Außerdem fehlt es im Stadtteil an Parkplätzen, die es in der Grundstraße gäbe. Astrid Kühl, Eimsbüttel

Ich würde es sehr befürworten, wenn der Wochenmarkt am Mittwoch an die Apostelkirche verlegt wird. Die Atmosphäre war dort viel netter, und es hat Marktcharakter. Für viele ältere Menschen ist der Markt durch die Bushaltestelle bequemer zu erreichen. Der Markt an der Grundstraße ist am Mittwoch sehr trostlos – ehrlich, es tut mir für die Händler und auch für den Konsumenten sehr leid.
Ich bin sicher, dass die Verlegung für alle sinnvoll ist. Man sollte gar nicht so lange überlegen, sondern es einfach testweise in die Tat umsetzen. Sollte es an der Apostelkirche nicht fruchten, dann weiß man, das in der Woche wenig Bedarf für den Wochenmarkt ist. Am Samstag ist der Markt sehr gut besucht.
Martina Pezzino, Eimsbüttel


Das ist wirklich ein Trauerspiel mit dem Wochenmarkt! Aber ich geh´ auch nicht gerne hin...viel zu versteckt und viel zu langweilig! An der Apostelkirche hat´s richtig Spaß gemacht, da gingen auch Menschen hin, die einfach nur in der Nähe waren! Der Grund: Der Wochenmarkt ist so schön einsehbar, und er „LEBT“! Margrit Koglin, per E-Mail


Der Wochenmarkt an der Kirche war viel gemütlicher.
Hermann Thomas, Eimsbüttel

Einleuchten mag es mir nicht, dass immer weniger Menschen diesen Markt aufsuchen. 2011/12 lebte ich in Hamburg und war auch 2013 und 2014 bereits wieder auf diesem Markt – und er war immer gut besucht. Im April dieses Jahres waren sehr viel weniger Menschen dort – aber auch sehr wenige Stände. Was ist denn da passiert?
Aus München kenne ich dieses Phänomen überhaupt nicht. Alle Wochenmärkte sind immer gut besucht, egal ob diese vormittags oder nachmittags stattfinden. Ich schlage vermehrt Inserierungen – kostenlos – in den Lokalblättern vor; Aushänge an prominenten Stellen; das Bezirksamt Eimsbüttel muss diesen Markt unterstützen mit Aktionen. Alles Gute dem neuen, alten Markt.
Annelie Bayr, Eimsbüttel



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