Leerstand am Langenfelder Damm – wann tut sich da was?

Schuhmacher Jens Andrews, Nachbar der verwaisten Schlecker-Fläche am Langenfelder Damm: „Hier passiert nichts, es gibt keine Besichtigungen.“ Wie einige Anwohner wünscht er sich, dass bald neue Geschäfte einziehen.

Anwohner und Geschäftsleute wollen neue Mieter für verwaiste Geschäftsflächen

Leere Schaufenster, mit Graffiti besprüht, Müll liegt herum: Tristesse in der Geschäftszeile am Langenfelder Damm / Ecke Högenstraße. Vor gut zehn Monaten schloss Schlecker, vor etwa sieben Monaten machte Aldi dicht. Seitdem dümpelt die Ecke so vor sich hin.
„Da passiert nichts, es gibt keine Besichtigungen, das sieht unschön aus, ein bisschen tot“, sagt Jens Andrews, der nebenan seinen Schuh- und Schlüsselservice betreibt. Schlecker sieht aus wie auf der Flucht verlassen: Auslagen und Regale mit dem Logo der pleite gegangenen Drogeriekette stehen noch in den Räumen, Plastikfolien vor den Fenstern hängen herunter. Ein Schild, ein Zettel mit der Aufschrift „Zu vermieten“ und einer Telefonnummer? Fehlanzeige.
Es ist anscheinend schwierig, hier neue Mieter für die Ladenflächen anzulocken, vielleicht ist es auch gar nicht gewollt. Anruf bei der Wohnungsgesellschaft Schaum, einem der Eigentümer: Auf die Frage nach dem ehemaligen Schlecker-Markt tönt noch ein fröhliches „Ja“ aus dem Hörer. Als dann die Stichworte „Leerstand“ und „Presse-Anfrage“ fallen – Schweigen. „Dazu möchten wir nichts sagen.“
Aldi hat seine Immobilie mittlerweile verkauft. An wen? Was hat der neue Eigentümer vor? Das war bisher nicht rauszukriegen. Anwohner wurden bereits hellhörig, als diese Fläche vom Bezirksamt für Wohnungsbau vorgesehen wurde. Aber das ist bisher nur ein Gedankenspiel, dem Bezirksamt sind keine derartigen Pläne des Eigentümers bekannt.
Andrews wünscht sich ein Ende des Leerstands. Manche Nachbarn der Geschäftszeile sehnen sich hochwertige neue Läden herbei. „Wir wünschen uns einen netten kleinen Einkaufsladen, aber keine Billig-läden“, sagt eine Anwohnerin. Im Umfeld gebe es ja bereits einige schöne Geschäfte.
Und: An der „völlig verwahrlosten Ecke“ rund um die Re-cyclingcontainer müsse sich etwas ändern. „Da sollte auch ein Container für Plastikmüll hin, damit nicht immer so viel Unrat in der Gegend herumliegt“, so die Anwohnerin.
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