Lasterverbot in der Warnstedtstraße?

Laster-Verbot für die Warnstedtstraße? „Geht nicht“, sagt die Polizei. (Foto: rs)

Stellingen: Politiker wollen Verkehrsberuhigung – Polizei lehnt ab

Schwierige Kiste: In Stellingen wird weiter um die Verkehrsberuhigung in der Warnstedtstraße und Randstraße gerungen. SPD, Grüne und Linke schlugen eine Einbahnstraßenregelung vor, doch die Polizei ist dagegen.
Worum geht es? Die Randstraße, heute noch eine Sackgasse, sollte ausgebaut und damit zu einer Durchgangsstraße werden. Es gibt dafür einen gültigen Bebauungsplan, der Weg wäre also frei. Doch es gab Proteste von Anwohnern – sowohl in der Randstraße als auch in der benachbarten Warnstedtstraße. Eine Zwickmühle: Irgendwer hat immer den Verkehr vor der Nase.
Die Mehrheitsfraktionen im Regionalausschuss Stellingen hatten daher die Idee, fast alles so zu belassen wie bisher. Die Randstraße sollte – entgegen den bisherigen Plänen – nicht ausgebaut werden. Dafür war vorgesehen, dass der nördliche Abschnitt der Warnstedtstraße, zwischen Rand- und Gutenbergstraße, nur von einer Seite aus befahren werden kann. Tempo 30 gilt dort schon, abwechselnde Parkreihen für Autos sollten Raser ausbremsen. Weiteres Ziel: Ein Lkw-Verbot. SPD, Grüne und Linke beschlossen diese Regelung. Ob daraus was wird, ist unklar.
Die Polizei hat Einwände. „Das ist so nicht genehmigungsfähig“, sagt Wilfried Wulff vom Kommissariat in der Koppelstraße. Es müsse unter anderem eine besondere Gefährdung nachgewiesen werden, um zum Beispiel Lastern die Durchfahrt zu verbieten. Durchschnittlich 150 Fahrzeuge pro Stunde nutzen laut einer Zählung der Polizei die Warnstedtstraße. Der Anteil von Lastern und Transportern liege bei etwa fünf Prozent – das rechtfertige kein Verbot. Zudem registrierte die Polizei nur wenige gravierende Geschwindigkeitsüberschreitungen. Im Klartext: Kein Raserproblem.
Wolfgang Düvel (SPD): „Mal sehen, wie das endet. Wenn wir nicht alles auf einmal durchkriegen, müssen wir halt in mehreren Etappen vorgehen.“ Andreas Christoph (CDU): „Warum jetzt etwas mit Gewalt durchdrücken, wenn es keinen Bedarf für Veränderungen gibt?“ Das Thema wird im Regionalausschuss weiter diskutiert.
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
6
Viola Reiners aus Stellingen | 21.03.2013 | 08:45  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.