Langenfelder Kirche wird 50

Vor 50 Jahren wurde die damals futuristisch anmutende Kirche „Zum guten Hirten“ geweiht. Die Mitglieder der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde feiern ihr Jubiläum mit einer Reihe von Veranstaltungen. Fotos: frh

Kirche Zum guten Hirten feiert Jubiläum

Von Frauke Heiderhoff, Langenfelde – Wie ein langer Bauklotz ragt der viereckige Turm in die Höhe; schnörkellos, ohne Rundungen, fügt sich der Kirchenraum an. Die Kirche Zum Guten Hirten in Langenfelde sieht aus wie ein Bote aus einer anderen Zeit. Vor 50 Jahren wurde das Gotteshaus im Försterweg 12 geweiht – das wird mit einer Festwoche gefeiert.
Früher war hier mal ein beliebtes Ausflugsziel:das Lokal „Forsthaus“, bekannt für seinen „Tanz in den Mai“. Ein halbes Jahrhundert ist inzwischen vergangen: „Eine Zeit der Entfremdung einer Zivilisation von Christentum und Gemeinde“, so Pastor Holger Janke.
Als die Kirche geplant wurde, ging man von 8.500 Mitgliedern aus. Die Realität heute: 3.300 Mitglieder. „Ohne ehrenamtliche Helfer könnten wir den Betrieb nicht aufrechterhalten“, erzählt Janke. Statt der drei geplanten Stellen gibt es nur noch eineinhalb Pastoren- sowie eine halbe Hausmeisterstelle. Die Vorstandsmitglieder müssen genau überlegen, wie sie Geld beschaffen.
Doch Janke sieht die Ent-
wicklung positiv: „Langenfelde ist kein frommes, dafür ein sozial engagiertes Pflaster“, so der 50-Jährige. Weitere Stärken: der Kindergarten sowie das soziale und kreative Angebot. Das Spektrum erstreckt sich von Töpfergruppen über eine Theater-AG bis hin zur seelsorgerischen Beratung („Bikers Helpline“ und telefonische Betreuung).
Weiterer positiver Gesichtspunkt: Die Leute seien „bewusste Kirchenmitglieder“. „Früher haben wir sogar ein betrunkenes Paar getraut, weil es aus Tradition geheiratet hat“, erzählt Janke. So etwas gibt es nicht mehr.
Darüber hinaus kann der Einzelne Kirche „familiär“ – von der ersten Reihe – aus erleben. Dabei bleibt es jedem selbst überlassen, ob er stattdessen die zweite oder dritte Reihe bevorzugt.
Eine Austrittswelle befürchtet Janke nicht. Dennoch rechnen die Pastoren aufgrund des Bevölkerungswandels mit einem Mitgliederschwund. Die Herausforderung: Kirche als Zukunftsmodell zu zeigen und die Kosten in den Griff zu bekommen.

So wird gefeiert:
Sonntag, 30. Oktober,
11 Uhr: Familiengottesdienst
Montag, 31. Oktober, 19 Uhr: Reformationsgottesdienst
Dienstag, 1. November,
19 Uhr: Vortrag „Jakobsweg“
Mittwoch, 2. November,
17 Uhr: Laternenlauf
Donnerstag, 3. November,
19.30 Uhr: Konzert mit „Sing and Shout“
Freitag, 4. November,
19 Uhr: Youngster Rock Night
Sonnabend, 5. November,
18 Uhr: Orchesterkonzert
Sonntag, 6. November,
11 Uhr: Festgottesdienst mit Abendmahl; 12.30 Uhr: Gemeindeversammlung
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.