Krankenhaus Elim ist bald Geschichte

So sah das Elim-Krankenhaus kurz nach der Fertigstellung 1927 aus. Nächste Woche beginnt der Abriss. (Foto: Agaplesion)

Eimsbütteler Klinikgebäude an der Hohen Weide wird ab 5. März abgerissen

An der Hohen Weide wird es demnächst ungemütlich: Der Abriss des alten Elim Krankenhauses steht an. Ab 5. März sollen die Außenmauern des Gebäudes Stück für Stück abgetragen werden. Das Agaplesion Klinikum läutet damit Teil Zwei des Krankenhausneubaus ein: Nach dem Abriss des Elim entsteht an dessen Stelle ein sogenannter Praxenpark mit fünf Geschossen, im Prinzip ein Zentrum für Fachärzte. Der große Klinik-Neubau zur Bundesstraße hin wurde vor einem Jahr bezogen.
Für Anwohner und Passanten sind ab nächster Woche Lärm, Staub und die Straße entlangrumpelnde Lastwagen wieder an der Tagesordnung. Wie lang der Abriss dauert, sagt die Geschäftsführung des Klinikums nicht.
Von Seiten der Sparbier-Initiative, die seit Jahren gegen den Krankenhausbau kämpft, kommen derweil Forderungen, auf dem Gelände des Praxenparks auch andere Klinik-Nebenwirkungen unterzubringen. Zum einen parken regelmäßig Krankenwagen auf der Straße und laden dort Patienten aus, da die Zufahrtsrampe zum Klinikum offenbar zu klein ist. Diese Zustände werden wohl bleiben. Die Polizei hat jüngst den von Eimsbüttels Bezirkspolitikern verfolgten Plan, den Taxenstand vor der Klinik für die Krankenwagen freizugeben, abgelehnt. Argument: In der Tiefgaragen-Zufahrt zur Klinik von der Bundesstraße aus könnten die Wagen parken, bis die Rampe an der Hohen Weide wieder frei ist.
Zum anderen sollten aus Sicht der Initiative auf einer Teilfläche des Praxenparks Aufenthaltsbereiche geschaffen werden. „Patienten und Personal sitzen am Straßenrand, manche Kranke gehen sogar mit Infusionsständern in den umliegenden Straßen spazieren“, so Regina Behrendt, Sprecherin der Initiative. „Agaplesion muss die Nutzung des öffentlichen Straßenraums für Klinikzwecke vollständig und dauerhaft beenden!“
Das Klinikum nimmt das mit einem Schulterzucken hin. „Diese Forderungen sind nicht umsetzbar“, heißt es von Sprecherin Ute Schlemmer.

Der Abriss läuft in zwei Stufen: Ein Teil des alten Elim-Gebäudes bleibt vorerst noch stehen: Der Abriss beginnt - von der Straße aus gesehen - im rechten Bereich. Dort werden eine Tiefgarage und eine Sporthalle gebaut. Einige Facharztpraxen bleiben noch im Rest-Gebäude, bis der erste Teil des Neubaus steht. Als letzter Schritt wird dann das Überbleibsel des Elim plattgemacht (schätzungsweise ab 2014) und der linke Bereich des Praxenparks errichtet. Eine Baugenehmigung liegt noch nicht vor, unklar ist daher auch, ob es eine weitere Tiefgaragenzufahrt in Höhe des Kaifu-Bad-Eingangs geben wird.
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