Kommentar: Gemüse statt Blech

Hamburg: U Schlump |

Warum der Markt am Schlump wichtiger ist als eine Leihautostation

Ich mache es kurz: Ich bin für den Markt. Dort, wo er ist. Warum?
Erstens: Ein Dauer-Parkplatz am bisherigen Zugang zum Markt gegenüber der U-Bahn-Station zerstört die Atmosphäre. Wer will neben ein- und ausparkenden Autos hindurch zum Gemüsestand gehen?
Zweitens: Bekommt der Markt Probleme wegen ausbleibender Kunden, war’s das. Ist er einmal weg, bleibt er weg.
Drittens: Autos kann man überall hinstellen. Die Nutzer von „Switch“ suchen und buchen sich ihre Wagen meist online und über das Smartphone, das ihnen dann den Weg zu den Parkplätzen weist. Dafür braucht man die Wagen nicht auf dem Präsentierteller abzustellen.
Kluge Politik wäre, die Leihauto-Station und den Markt so am Bahnhof unterzubringen, dass beide Angebote gut funktionieren. Der Markt hat bewiesen, dass das klappt. Das Leihauto-Angebot muss das noch beweisen.
Der Konflikt geht hier aber über Markt oder Parkplätze hinaus: In der gesamten Gus-tav-Falke-Straße ist die Verkehrssituation für viele Nutzer – Anwohner, Pendler, Radfahrer, Busfahrer – angespannt, weil zu viele Fahrzeuge hier unterwegs sind. Warum nicht gleich grundsätzlich etwas anders machen? Ein Plätzchen für die Leihwagen, genügend Plätze für Anwohnerparken, für Radfahrer und Busse.
Ja, so eine Planung würde deutlich länger dauern als „nur mal eben“ eine Leihauto-Station zu bauen. Aber im besten Fall haben alle deutlich länger etwas davon. Einen Versuch wäre es Wert.
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