Knappe Mehrheit für Kay Gätgens

Kay Gätgens leitet voraussichtlich ab 1. Januar das Bezirksamt Eimsbüttel. (Foto: Bezirksamt Eimsbüttel)

Eimsbüttel: Baudezernent wird neuer Bezirksamtsleiter

57 Prozent – drei Stimmen mehr als nötig: Mit knapper Mehrheit ist der Wunschkandidat der rot-grünen Koalition zum neuen Bezirksamtsleiter in Eimsbüttel gewählt worden. Kay Gätgens bekam 27 von 47 möglichen Stimmen, 17 Bezirksabgeordnete unterstützten ihn nicht, drei enthielten sich.
Gätgens (54) ist der bisherige Baudezernent, stammt aus Schnelsen und arbeitet seit 2001 im Bezirksamt. Die Leitung übernimmt er am 1. Januar. Der Senat muss der Ernennung noch zustimmen, das gilt aber in der Regel als Formsache. Gätgens will unter anderem den Wohnungsbau in Eimsbüttel auf dem bisherigen Niveau halten, sozialen Zusammenhalt stärken und die Beteiligung der Bürger verbessern.
Das Elbe Wochenblatt hatte vorab Leser gefragt, was der neue Behördenleiter dringend anpacken muss – hier eine beispielhafte Auswahl.


Günstige Wohnungen für Familien

Herzlichen Dank für diese lobenswerte Aktion, die den Bürgern Gelegenheit gibt, dringende Themen zu sammeln und an die Entscheider weiter zu leiten! Als vierköpfige Familie mit zwei Teenagern und schlecht bezahlten Berufen können wir glücklich sein, noch relativ zentral wohnen zu können ohne von immer schneller steigenden Mieten betroffen zu sein. Dennoch würden wir gern eine größere Wohung nutzen, können aber zum einen keine finden, da freie Vier-Zimmer-Wohnungen eine Seltenheit sind. Und wenn es welche gibt, dann sind diese für uns nicht bezahlbar.
Eine weitere Folge der Mietenexplosion ist das Sterben alteingesessener, nicht so profitabler Läden, die entweder umziehen oder zumachen müssen. Auch die Verkehrssituation für Radfahrer ist nach wie vor miserabel und unsicher, insbesondere wenn Kinder die Straße nutzen und der Berufsverkehr wenig Rücksicht auf sie nimmt. Ich würde mich sehr freuen, wenn diese Themen berücksichtigt werden.
Familie B.

Mehr Austausch mit den Bürgern
Armut und Einsamkeit sind oft die zwei Seiten der gleichen Medaille. Ich meine, da könnte etwas getan werden. Zum Beispiel in Form von Begegnungsmöglichkeiten, bei denen nicht nur ein Austausch zwischen den Betroffenen möglich ist, sondern auch ein Austausch mit Akteuren aus den Verwaltungen. Unter den Verwalteten gibt es bestimmt einige Leute, die mithelfen könnten, aus dem Bezirk einen besseren Ort zu machen.
Uli S.

Raum schaffen für echte Integration
Herr Gätgens sollte sich unbedingt dafür einsetzen, dass am Hörgensweg in Eidelstedt keine menschenfeindlichen Ghettos entstehen, sondern freundliche Häuser mit höchstens vier Stockwerken und Dachterrassen sowie Begegnungs-zentren (Beschäftigungsmöglichkeit für jugendliche Flüchtlinge und Kinder), Sport- und Spielstätten und begrünten Zwischenräumen. Es wäre gut, Raum zu schaffen für echte Integration, Häuser bauen zu lassen, in die Menschen gern einziehen wollen. Bitte nicht die Fehler von Billstedt oder Osdorfer Born wiederholen. Ich glaube, Herr Gätgens weiß schon, was unser Stadtteil „ertragen“ kann und benötigt.
Margarete C.
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