Knackige Mischungen für Frauen und Ökos

Die Gründer von Seedheart: Tobias Blume (l.) und Tilman Rautenstrauch. Foto: pr

Mit Saaten, Kernen und Beeren in Bio-Qualität wollen zwei Gründer aus Eimsbüttel den Müsli-Markt revolutionieren

Volker Stahl, Eimsbüttel

Reisen bildet. Dass dieser alte Sinnspruch seine Gültigkeit nicht verloren hat, kann Tobias Blume aus eigener Erfahrung bestätigen. „Während einer Weltreise fuhr ich mit dem Camper durch Neuseeland. Dort waren sogenannte Superfoods schon viel verbreiteter als hier in Deutschland. Als echter Müsli-Fan habe ich mich durch alles durchprobiert und bald angefangen, meine eigenen Saaten zu mischen.“ Erst später hatte er die Idee, daraus ein Produkt zu machen.
Seit einem Jahr sind die Eimsbütteler von „Seedheart“ auf dem Markt. Nach eineinhalbjähriger Vorbereitungszeit bietet Blume zusammen mit seinem Partner Tilman Rautenstrauch besondere Saaten, Kerne und Trockenfrüchte in Bio-Qualität als Frühstückszutaten im Internet und in ausgewählten Bio-Läden an, zum Beispiel in den Hamburger Feinkostläden von Mutterland oder in einigen Filialen der Bio Company. „Seedheart ist anders als klassisches Müsli“, betont Blume, „wir nennen es ‚Power-Frühstück‘, denn unsere Mischungen sind besonders reich an Nähr- und Ballaststoffen, Proteinen, Vitaminen sowie Omega-Fettsäuren und halten deshalb auch lange satt.“ Die meisten herkömmlichen Müslis bestehen dagegen aus Haferflocken und Rosinen und enthalten oft jede Menge Zucker.
Ihre Firma gründeten die
beiden „aus Leidenschaft“

Wir bieten hochwertige Produkte, die im Einkauf nicht billig sind“, sagt Blume. Weil Frauen beim Essen meist wählerischer sind als Männer, erstaunt nicht, dass die Kundschaft von Seedheart zu zwei Dritteln weiblich ist. „Frauen sind Kaufentscheider“, sagt Mitinhaber Tilman Rautenstrauch und nennt „Käufer von Bio-Produkten“ als zweite Zielgruppe. Zur Kundschaft der Power-Saaten gehören mit Anke (gewann 2004 mit dem deutschen Hockey-Team Gold) und Tobias Kühne (ruderte im selben Jahr in Athen auf den sechsten Platz) übrigens auch zwei Olympioniken.
Die beiden Freunde, die ihre Firma „aus Leidenschaft“ gegründet haben, sind offenbar in eine Marktlücke gestoßen. Der Umsatz steigt monatlich, das eingenommene Geld wird sofort reinvestiert und die Kontakte in die Branche werden immer zahlreicher.
Als Startkapital hatten die Jungunternehmer rund 15.000 Euro eingebracht, dazu gab es einen Gründerzuschuss für Tobias Blume, der das Gewerbe im Gegensatz zu seinem im Filmvertrieb beschäftigten Partner hauptberuflich betreibt.
Bisher bietet Seedheart fünf Sorten an, die direkt beim Importeur abgefüllt werden. „Unsere Kunden sollen sich mit jeder Mischung etwas Gutes tun, lecker soll es natürlich auch sein.“
❱❱ www.seedheart.de
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