Kleiderkiste Eimsbüttel in neuem Glanz

Drei von 40 Ehrenamtlichen der Kleiderkiste: Renate Alwardt, Sonia Guhr und Claudia Jelinski-Lötz (v.l.) (Foto: rs)
Hamburg: Kleiderkiste Eimsbüttel |

Sozialer Laden für Menschen mit wenig Geld feierte Wiedereröffnung nach zweiwöchiger Renovierung

Von Reinhard Schwarz, Eimsbüttel
Neuer Glanz für „Die Kleiderkiste“ am Eppendorfer Weg: Zwei Wochen wurde renoviert, nun feierten etwa 30 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen die Neueröffnung. Seit acht Jahren finden Frauen mit geringem Einkommen hier Kinderkleidung, Röcke, Blusen oder T-Shirts zu Dauerniedrigpreisen. Der Klamottenladen ist ein Projekt des Sozialdienstes katholischer Frauen (SKF) Hamburg-Altona.
Der 80 Quadratmeter große Laden wurde verschönert: „Wir wollten ein richtiges Geschäft haben, das nicht aussieht wie eine Grabbelstube“, erzählt
Josephin von Spiegel, SKF-Vorstandsmitglied. „Es wurde ein neuer Teppichboden verlegt, die Umkleidekabinen und der Kassenbereich wurden neu gestaltet.“ Auch neue Regale wurden angebracht.
40 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen sorgen dafür, dass der Laden läuft. „Dienstags, mittwochs und donnerstags arbeiten drei Personen in einer Schicht“, erläutert Josephin von Spiegel. Geöffnet ist dann durchgängig von 10 bis 18 Uhr. Am Montag öffnet der Klamottenladen erst um 12 Uhr. Am Freitag muss die Kleiderkiste bereits um 13 Uhr schließen. Grund: Es fehlen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen.

Viele Kundinnen kommen aus anderen Stadtteilen

Wer in der Kleiderkiste günstig einkaufen möchte, muss seine Bedürftigkeit nachweisen, beispielsweise einen Hartz-IV-Bescheid vorzeigen, und bekommt dann einen Kundenausweis. Viele Kundinnen kämen aus anderen Stadtteilen wie Altona oder Wilhelmsburg, weiß Claudia Jelinski-Lötz, ebenfalls Mitglied des SKF: „Die Leute nutzen ungern die Angebote vor Ort und kaufen dann lieber in einem anderen Stadtteil, weil sie sich schämen.“ Die Armut, dazu gehöre auch die verdeckte Armut, habe zugenommen, konnte die ehrenamtliche Mitarbeiterin beobachten.
Die Kleidung, die im Laden zu einem geringen Preis verkauft wird, stammt aus Spenden. „Meist von Privatleuten oder von Second-Hand-Geschäften“, so Jelinski-Lötz. Mit 2.000 Euro unterstützte zudem die Haspa die Renovierungsaktion. Der Laden – Miete, Strom und Nebenkosten – trägt sich allein durch den Verkauf der Kleidung.

Die Kleiderkiste,
Eppendorfer Weg 27
(Ecke Fruchtallee)
mo 12-18 Uhr
di/mi/do 10-18 Uhr
fr 10-13 Uhr
43 21 50 80
info@skf-kleiderkiste.de
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