Kleiderkammer braucht Helfer

In der Kleiderkammer Messehallen stapeln sich die Kartons mit Hilfsgütern für die Flüchtlinge, es werden dringend mehr Freiwillige gebraucht, die anpacken. (Foto: Paul Steffen)
Hamburg: Kleiderkammer Messehallen |

Messehallen: Ehrenamtliche gesucht

Sabine Langner, Karolinenviertel

Seit Wochen treffen sich jeden Tag freiwillige Helfer in den Hamburger Messehallen. Einige kommen nur für eine Stunde in der Woche, andere investieren jede freie Minute. Sie alle helfen mit, die vielen Kleiderspenden für Flüchtlinge zu sortieren, zu verpacken, zu lagern und auszuliefern. Doch nach der anfänglichen Euphorie schlagen die Helfer langsam Alarm: „Wir wissen nicht, wie lange wir die gute Arbeit hier auf freiwilliger Basis und nur mit Spenden noch aufrecht erhalten können“, sorgt sich Koordinatorin Simone Herrmann.
Dabei ist die Arbeit völlig unkompliziert. Jeder Helfer klebt sich ein Kreppband mit seinem Namen an den Pulli, und los geht es. An langen Tischen werden gemeinsam die Kartons mit den Spenden geöffnet und sortiert. Um die Zentralen Erstaufnahmestellen (ZEA) der Stadt nach ihrem Bedarf versorgen zu können, wird die Kleidung nach Damen, Herren und Kinder sowie nach Größen sortiert.
Negligé wandert in den
zu-sexy-Karton
„Die Stimmung ist sehr nett“, berichtet der freiwillige Helfer Paul Steffen. Zwischendurch wird immer wieder herzlich gelacht, etwa wenn ein durchsichtiges Negligé aus einem Kleiderberg auftaucht und in den Karton mit der Aufschrift „zu sexy“ wandert. „Aus eigener Erfahrung kann ich so eine freiwillige Arbeit nur allen empfehlen, die Einblick in das aktuelle Thema bekommen wollen. Man lernt viel über Organisation und dazu neue Menschen kennen. Praktisch ist auch die Möglichkeit, flexibel und stundenweise Zeit zu spenden“, so Paul Steffen weiter.

Es fehlt vor allem Winterkleidung für Männer

Mit Damen- und Kinderkleidung sowie mit Spielzeug sind die Helfer gut versorgt, doch es fehlen dringend Winterjacken für Männer in den Größen S und M. Auch Winterschuhe in den Größen 41 bis 45, neue Unterwäsche und Socken sowie Isomatten, Wärmflaschen und Thermoskannen fehlen. Auch Bettdecken und Kissen, die bei mindestens 60 Grad waschbar sind, werden dringend benötigt.

Wer helfen will, kommt einfach täglich zwischen 10 und 21 Uhr zu der Halle A3 in der Lagerstraße. Mehr Infos, auch darüber, was dringend benötigt wird, gibt es unter
❱❱ www.zusammenschmeissen.de
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