Kiosk braucht mehr Kunden

Birgit Böttcher (61) und ihre Kollegin Belinda Imsirovic (28) arbeiten am Kiosk im Seniorenzentrum St. Markus, Gärtnerstraße 63. Die beiden Frauen mit Handicap sind dankbar für ihren Arbeitsplatz.
Frauke Heiderhoff.
Wolfgang Oest kauft ein, um Gutes zu tun. Im Kiosk des Seniorenzentrums St. Markus an der Gärtnerstraße arbeiten drei Frauen mit Handicap. Oest holt hier seine Zigaretten. Er will die Mitarbeiterinnen unterstützen. Es müsste mehr Kunden wie Wolfgang Oest geben. Denn die Stellen der Frauen sind gefährdet. Der Kiosk läuft nicht so recht.
Die Arbeitsplätze wurden in Zusammenarbeit mit den Norderstedter Werkstätten geschaffen. Ziel des besonderen Projekts: Die Angestellten sollen eine Chance bekommen, später einmal eine reguläre Stelle zu ergattern. „Allerdings muss sich ein solches Vorhaben auch in wirtschaftlicher Hinsicht rechnen“, betont Wolfgang Janzen, Leiter des Seniorenzentrums in Hoheluft-West. Daher seien die Mitarbeiter auf die Unterstützung der Bürger angewiesen. Janzen meint vor allem die Nachbarschaft, er wünscht sich mehr Kunden unter den Anwohnern.
Birgit Böttcher (61) und ihre Kollegin Belinda Imsirovic (28) haben bei der Arbeit viel Spaß. „Unsere Kunden sind morgens so glücklich, wenn sie eine Bockwurst und einen Kaffee bekommen“, erzählt Böttcher. Beide Frauen sind dankbar für ihre Stelle. „Die Arbeit ist anspruchsvoller als in der Werkstatt“, so Böttcher. „Sie hat mich stabiler gemacht, und meine Kinder sind froh, dass ihre Mutter eine so tolle Chance bekommt.“
Was passiert, wenn der Kiosk geschlossen werden müsste, möchte sie sich nicht vorstellen. Auch Imsirovic hat an der abwechslungsreichen Arbeit viel Freude. Beide arbeiten zwischen sechs und acht Stunden fünf Tage in der Woche. Ihre dritte Kollegin übernimmt die Schicht in den Abendstunden und ist sogar noch länger im Laden.
Der Laden bietet ein umfangreiches Sortiment mit klassischen Kiosk-Artikeln wie Zeitschriften, Zeitungen, Getränken und Blumen. Brötchen und Kuchenstücke werden in der hauseigenen Bäckerei hergestellt. Fair-Trade-Produkte wie Marmelade, Schokolade und Wein runden das Spektrum ab.
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