Kind wird betreut, Mama kann ins Seminar

Caroline Frensch und ihrer zweijährigen Tochter Zoé gefällt das Angebot vom Studierendenwerk. In der „Casper“-Campus Spielgruppe werden die Null- bis Sechsjährigen am späten Nachmittag und Abend betreut. (Foto: ap)

Angebote auf dem Campus: Wie junge Eltern das Studium packen

Aimée Polzin, Eimsbüttel –
Studieren mit Kindern – wie schaffen das junge Eltern? Der Familienservice des Studierendenwerks Hamburg hat einiges zu bieten. Neben den fünf hochschulnahen Kitas zum Beispiel auch das Projekt „Casper“. Diese Campus Spielgruppen wurden eingerichtet, um Mitarbeiter der Hochschulen und studierende Eltern zu unterstützen, die am späten Nachmittag oder Abend zu Vorlesungen gehen. Zwischen 16 und 20 Uhr haben nämlich reguläre Kitas meist schon zu.
In den Campus-Gruppen können Kinder wochentags zwei oder vier Stunden betreut werden. Christiane T., Mutter von Henry (2,5 Jahre alt), sagt: „Ich hätte ohne Casper Probleme mit meinem Stundenplan gehabt und einen Kurs nicht belegen können. Die Betreuung hilft mir wirklich.“ Für einen Zeitblock von zwei Stunden zahlen Studierende einmalig pro laufendes Semester 35 Euro, Hochschulmitarbeiter zahlen das Doppelte. Seit letztem Jahr besteht das Angebot auch für die vorlesungsfreie Zeit.
Ziel ist es, Betreuung den ganzen Tag anbieten zu können, deshalb werden nun in der Nähe neue Räume gesucht. Die Sprösslinge sind zwischen null und sechs Jahren alt. Eine kleine familiäre Spielgruppe wird von maximal fünf Kindern gleichzeitig besucht. Insgesamt werden rund 15 Kinder betreut, und es gibt noch freie Plätze. Der Standort ist zudem zentral: mitten auf dem Gelände der Uni Hamburg, Schlüterstraße 7.
Es gibt einen Gruppenraum und ein Außengelände zum spielen. Das Angebot wird dem Alter und den Interessen angepasst. Zur Auswahl stehen Bewegungsspiele und Entspannung, Bauen, Gestalten, Vorlesen und Singen. Wer schlafen möchte, hat auch dazu die Gelegenheit. Essen wird nicht angeboten, dafür gibt es immer frische Getränke. Grundsätzlich passt immer eine zertifizierte Fachkraft auf fünf Kinder auf. Bei mehreren Säuglingen wird dann entsprechend aufgestockt. Wichtig ist den Betreuern auch die Transparenz. Deshalb tauschen sich Eltern, Kinder und Betreuer immer wieder aus. „Meine zweijährige Tochter Zoé fühlt sich hier total wohl“, so Caroline Frensch.
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