Kieler Straße: Busspur soll teilweise weg

Autobahnauffahrt Stellingen: Die Busspur auf der Kieler Straße stadteinwärts soll wegfallen, damit eine dritte Fahrspur für den Pkw- und Lkw-Verkehr entsteht. Kommunalpolitiker kritisieren den Plan. (Foto: rs)

Autobahnauffahrt Stellingen wird umgebaut – Lokalpolitiker kritisieren Pläne

Reinhard Schwarz, Stellingen – Die Autobahnausfahrt Stellingen soll umgebaut werden: Entsprechende Pläne stellte Rüdiger Martens von der Hamburger Planungsfirma Argus dem Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung vor. Ziel des Umbaus: Der Verkehr soll schneller fließen.
Durch den Wegfall einer stadteinwärts führenden Busspur ab Haltestelle BAB-Auffahrt Stellingen (Höhe Max Bahr) bis zur Bushaltestelle Volksparkstraße (bei den „Glas-kästen“) entstünde stadteinwärts kurz vor der Autobahnauffahrt und 200 Meter danach eine dritte Fahrspur. Ein konkreter Bautermin wurde nicht genannt, es hieß aber, dass das Vorhaben zügig realisiert werden soll.
Die Verkehrsexperten der Kommunalpolitik nahmen die Umbaupläne allerdings mit Skepsis und Ablehnung auf. „Der geplante Wegfall der Busspur ist eine krasse Fehlplanung“, erklärte Cornelia Mertens (GAL/Grüne). „Damit wird erreicht, dass der Bus bei Spitzenbelastung im Stau steht, während auswärtige Autofahrer Stellingen und Eidelstedt als Umgehung für ein verstopftes Nordwestdreieck missbrauchen.“ Auch die örtliche CDU äußert Kritik. „Es wurde leider nicht darüber gesprochen, wie das Verkehrsaufkommen abgeleitet wird“, erklärte Andreas Christoph, CDU-Sprecher im Regionalausschuss Stellingen. „Das funktioniert wohl auf der Kreuzung und der Autobahnauffahrt, wie aber die umliegenden Viertel das Verkehrsaufkommen aufnehmen sollen, das fehlt in der Planung.“
Argus-Experte Martens stellte das Projekt im Auftrag der DEGES vor. Die DEGES, die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs und –bau GmbH, gehört anteilig Bund und Ländern und ist de facto Generalunternehmer des Deckel-Baus auf der A7. Der Umbau der Autobahnauffahrt Stellingen gilt als eine flankierende Maßnahme zum Deckel über die A7.
Die Eimsbütteler Kommunalpolitik hingegen will die Kieler Straße vom Verkehr entlasten und fordert seit langem, den Verkehr stadtauswärts Richtung Autobahn über die kaum bewohnten Straßen Holstenkamp und Schnackenburgallee zu führen. An diesem Punkt mauern die Hamburger Behörden aber seit Jahren, unabhängig von der jeweiligen politischen Ausrichtung des Senats.
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