„Keine Verfassungsänderung“

Naime Erdem-Başaran ist die Sprecherin der HDK (Demokratischer Kongress der Völker) und Unterstützerin der Kampagne „Hamburg sagt Nein“. Foto: fs

Kampagne „Hamburg sagt Nein“ gestartet:
Interview mit Unterstützerin Naime Erdem-Başaran

FATMA ŞAHIN, STERNSCHANZE

Die türkische Bevölkerung wird Mitte April über das Präsidialsystem entscheiden. Das Referendum beschäftigt auch die wahlberechtigten türkischen Bürger in Deutschland. Europaweit haben sich verschiedene Organisationen zusammengefunden, um die Wähler auf das Verfassungsreferendum aufmerksam zu machen. Dabei ist in Hamburg die Kampagne „Hamburg sagt Nein“ entstanden. Das Elbe Wochenblatt sprach mit Unterstützerin Naime Erdem-Başaran.

Frau Erdem-Başaran, was ist das Ziel der Kampagne „Hamburg sagt Nein“?

Naime Erdem-Başaran: Die Zahl der innerhalb Deutschlands lebenden Wähler beträgt rund drei Millionen. Unser Ziel ist es zu erreichen, dass mindestens eine Million Menschen davon mit „Nein“ stimmen. Wir möchten mit unserer Kampagne ein buntes „Nein“ in Deutschland erzielen, unabhängig von der persönlichen Identität der Wähler.

An wen richtet sich die Kampagne?
Wir wollen alle erreichen, die gegen die Ein-Mann-Regierung von Recep Tayyip Erdoğan sind. Frauen, Männer, Demokraten, Sozialisten, Türken, Kurden, Jesiden, Sunniten, Aleviten. Alle türkischen Wahlberechtigten mit ihren unterschiedlichen Identitäten.

War es eine Herausforderung, unterschiedliche Gruppen zusammenzubringen?
Für diese Kampagne sind viele verschiedene Organisationen zusammengekommen, die sonst nichts miteinander zu tun haben. Jede dieser Organisationen hat ihre eigenen Probleme und Bedürfnisse. Es war zu Beginn nicht einfach auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, da jeder die Sache von seiner eigenen Perspektive betrachtet hat. Doch wir haben es geschafft, einen gemeinsamen Blickwinkel zu finden, sodass wir gemeinsam voranschreiten können.

Was ist das besondere an der Kampagne?
Die einzelnen Einrichtungen und Personen spielen eine untergeordnete Rolle. Alles läuft unter dem Begriff „Nein“. Zum Beispiel ist am 11. März ist eine Demo geplant. Hier werden keine Fahnen oder Plakate der einzelnen Einrichtungen zu sehen sein. Nur Plakate mit der Aufschrift „Nein“ werden genutzt. Das ist etwas einmaliges.
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