Kein Platz für Autos

Rund um den Eimsbütteler Park werden zurzeit Kabel verlegt. Anwohner Peter Bahlke (Name geändert) dauert das zu lange. Foto: cvs

Unnastraße: Bauarbeiten am Stromnetz ziehen sich in die Länge – warum?

Ch. v. Savigny, Eimsbüttel
Halteverbotsschilder und rot-weiß-gestreifte Absperrzäune soweit das Auge reicht: In den Straßen rund um den Eimsbütteler Park finden Autofahrer schon seit Monaten keinen Parkplatz mehr. „Die Situation ist sehr angespannt“, sagt Peter Bahlke (Name geändert) , Anwohner der Unnastraße. „Wir haben ja Verständnis dafür, dass hier Bauarbeiten durchgeführt werden. Aber muss das denn so lange dauern?“Zum Hintergrund: Im westlichen Teil der Unnastraße und in der Ottersbekallee erneuert das Unternehmen Stromnetz Hamburg die – zum Teil schon jahrzehntealten – Erdkabel. „Das bedeutet leider für die Bewohner Einschränkungen im Gehwegbereich und eine deutliche Einschränkung der Parkplätze“, sagt Sprecherin Anette Polkehn-Appel. Entlang der Nordostseite der Unnastraße ist fast durchgängig verboten, das eigene Fahrzeug abzustellen: Laut Beschilderung an Wochentagen zwischen 7 und 18 Uhr. Vielen Autobesitzern reicht das nicht aus: Sie parken auch tagsüber und riskieren so ein „Knöllchen“ – oder gar, abgeschleppt zu werden. Bahlke hat einen Parkplatz in der Gärtnerstraße gefunden. Dort will er vorerst bleiben. „Ich fahre meist Fahrrad, das ist nicht das Problem“, sagt er.

 
Eng wird es auch in der Ottersbekallee – dort sind zum Teil beide Straßenseiten mit Bauzäunen verstellt. Weitere Einschränkungen gibt es in der Eichenstraße, wo allerdings (noch) nicht gegraben, sondern lediglich Baumaterial gelagert wird. Bleibt die Frage, warum sich die Arbeiten so in die Länge ziehen – nach Auskunft der Anwohner schon seit etwa einem Jahr. Baustellenschilder, die den Zeitraum angeben, wurden zum Teil mehrfach überklebt. Infos dazu gibt es keine: „Das Bezirksamt kann weder über die Gründe für die Dauer der Arbeiten noch über das Ausmaß der Koordination zwischen den Netzbetreibern Auskunft geben, da nicht wir als Bezirksamt, sondern die Netzbetreiber Auftraggeber für die entsprechenden Arbeiten sind“, sagt Bezirksamt-Sprecher Andreas Aholt.
Erschwerend kommt hinzu, dass der Kabelnetzanbieter „wilhelm.tel“ in der Unnastraße zurzeit neue Glasfaserkabel verlegt. Nach Angaben der Unternehmen kann man die Arbeiten nicht miteinander verbinden, da Strom- und Glasfaserkabel nicht in den gleichen Trassen verlaufen dürfen.
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