Kein Ort-nirgends:Schicksale im Nachkriegsdeutschland

Die Gottesdienstwerkstatt der Kirchengemeinde Eimsbüttel beteiligt sich seit Jahren am Eimsbütteler Monat des Gedenkens, dieses Jahr mit dem Thema "Kein Ort -nirgends: Schicksale im Nachkriegsdeutschland. Am 23. April wird im Gottesdienst in der Apostelkirche um 15.00 Uhr und in einer anschließenden Veranstaltung um 16.00 Uhr an Menschen, die von den Alliierten als "Displaced Persons" (DP) bezeichnet wurden, erinnert und Gedichte von Rose Ausländer, Hilde Domin, Bert Brecht und anderen sind zu hören. "Displaced Persons" waren staatenlos gemachte Menschen, die nirgends sein sollten. Hauptsächlich waren es Menschen mit jüdischen Wurzeln, denen das Nazi-Regime die Staatsangehörigkeit aberkannt hatte und die die KZ-Haft überlebt hatten, Zwangsarbeiterinnen, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, vornehmlich aus Osteuropa, die unter Kollaborationsverdacht gestellt wurden und deshalb wegen Gefahr für Leib und Leben nicht in ihre Heimat zurückkonnten. Der rechtliche Status der DPs war höchst eingeschränkt. Unterbringung in ehemaliges KZ oder Lagern, kaum Unterstützung, keine Arbeit. DP zu sein bedeutete, keinen Pass zu haben und "mit der Staatsangehörigkeit auch den Status einer Rechtsperson und die Heimat zu verlieren" (Hannah Arendt).
Die Erinnerung an die durch staatliche Willkür oder politische Veränderungen heimat- und staatenlos gewordene Menschen ist kaum noch vorhanden.
Deshalb wird in der Apostelkirche am 23. April um 15.00 bzw. 16.00 Uhr von ihrem Schicksal berichtet und es werden aktuelle Parallelen einbezogen. Geschichte und politische Verhältnisse werden immer deutlich am Schicksal einzelner Menschen.

An der Orgel wird Dr. Martin Hoffmann begleiten, Tornado Rosenberg and friend werden mit ihren Gitarren zu hören sein.
Nach der Veranstaltung gibt es Gelegenheit zum Gedankenaustausch.
Eintritt frei, Spenden erfreuen.
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