Kein Geld – kein Licht
Kaum jemand macht mit: An der Osterstraße gibt es diesmal keine Weihnachtsbeleuchtung
Die Adventszeit hat begonnen, es leuchtet allerorten. Doch an der Osterstraße ist es dunkler und trostloser als in den vergangenen Jahren. Weil sich erneut nicht genug zahlende Unterstützer gefunden haben, verzichtet die Aktionsgemeinschaft Quartier Osterstraße (AQO) auf die Weihnachtsbeleuchtung. Stattdessen gibts Tannen vor den Mitgliedsgeschäften.
Bis zu 52 Sternschnuppen tauchten die Einkaufsmeile bis zum Vorjahr in ein vorweih-nachtliches Licht. Doch das
kostet. Etwa 10.000 Euro gab die AQO 2010 dafür aus. Das Problem: Von etwa 200 Geschäften entlang der Straße engagieren sich nur 40 in der AQO und finanzieren die Weihnachtsbeleuchtung mit. Zudem trugen 20 Bürger ihren Teil dazu bei. Zu wenig, findet die AQO. „Mehrfach bat der Verein in den letzten Jahren die Nicht-Mitglieder um einen Obolus für die von allen geschätzte Dekoration“, so Quartiersmanagerin Arlette Andrae. Offenbar mit mäßigem Erfolg. Erste Konsequenz: Im vorigen Jahr blieb der Abschnitt zwischen Heußweg und Schwenckestraße dunkel. Gerade hier sind viele Filialisten ansässig, die nicht Mitglied der AQO sind. Dieses Jahr folgt nun die Komplett-Absage.
Eine „Strafmaßnahme“ mag Andrae das nicht nennen. „Wir erhoffen uns vielmehr, dass sich möglichst viele Nutznießer auch an den Kosten beteiligen.“ In den vergangenen elf Jahren kostete der Lichterspaß die AQO insgesamt etwa 150.000 Euro. Laut Andrae decken die Mitgliedsbeiträge knapp die Ausgaben für die Beleuchtung. Ohne die Einnahmen aus dem Osterstraßenfest hätte der Verein kein Geld für andere Marketingaktionen.
Kleiner Trost: Vor den AQO-Mitgliedsgeschäften stehen dieses Jahr Quartierstannen, die an Heiligabend an bedürftige Familien verschenkt werden.
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In den Betreff: „Dunkle Osterstraße“

