Katholische Schule Am Weiher: Umbau für den Ganztagsbetrieb

In der katholischen Schule Am Weiher werden Klassenräume für den Ganztagsbetrieb umgebaut.

240 Schüler bleiben ab August bis nachmittags in der Schule

Staub liegt auf den Treppenstufen, Tische und Stühle in den Klassenzimmern sind mit Planen abgedeckt, ein Arbeiter spachtelt die Wand neu: In der katholischen Schule Am Weiher wird umgebaut. Nach den Ferien soll hier der Ganztagsbetrieb starten.
Die katholische Schule wird wie etliche andere Schulen ab August die ganztägige Bildung und Betreuung (GBS, siehe unten) einführen. Etwa 240 Jungen und Mädchen der Grundschule werden nach den Sommerferien bis nachmittags in der Einrichtung bleiben. Dafür müssen Klassenzimmer und andere Räume umgebaut werden. Eine Kantine wird im benachbarten Gemeindesaal eingerichtet. Auch der Ausbau des Dachgeschosses ist vorgesehen.
Partner der Schule für die Nachmittagsangebote ist die benachbarte Kindertagesstätte der Gemeinde. Bisher gab es in kleinerem Rahmen eine Betreuung, die der Kita-Hort gemeinsam mit einer Elterninitiative organisierte.
Für insgesamt 400.000 Euro wird in der Schule umgebaut. Dazu gehört auch eine seit langem von Eltern geforderte Rettungstreppe am Gebäude, über die Kinder und Lehrer bei einem Feuer aus den oberen Geschossen flüchten können. Zunächst wird eine Fluchttreppe aus Gerüstteilen installiert. In etwa zwei Jahren soll diese dann endgültig durch eine feste Rettungstreppe ersetzt werden. Hintergrund für diese Zwischenlösung: Auch die benachbarte Kita wird neu gebaut, laut katholischem Schulverband könne deshalb die endgültige Rettungstreppe noch nicht installiert werden.
Hamburgweit investiert der Schulverband insgesamt zehn Millionen Euro in den Ausbau seiner 17 Ganztagsschulen. Nach langem Ringen erreichte der Schulträger, dass die Stadt 2,5 Millionen als Zuschuss zu den Investitionen zahlt. Zuvor seien die freien Schulen gegenüber staatlichen Schulen benachteiligt gewesen, da für sie geringere Pauschalen für den Ausbau der GBS-Angebote vorgesehen worden waren.
Der Umbau in Eimsbüttel soll zum Start des Schuljahres im August abgeschlossen sein.

Was ist GBS?

Die Ganztägige Bildung und Betreuung (GBS), auch offene Ganztagsschule genannt, ersetzt im Prinzip in den nächsten Jahren die außerschulischen Hortangebote. Das Konzept: Bis 13 Uhr ist wie bisher Unterricht, dann schließen sich Mittagessen, Hausaufgabenhilfe und Nachmittagsangebote wie Sport, Musik- oder Kreativkurse an. Bis 16 Uhr ist die Betreuung kostenlos, Zeiten danach, morgens vor 8 Uhr sowie in den Ferien müssen extra bezahlt werden. Das Mittagessen kostet 3,50 Euro pro Kind. Pro Gruppe werden voraussichtlich 23 Kinder betreut.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.