Kaputte Gehwege: Warum das Flicken so lange dauert

Schlechte Ecke: An der Schwenckestraße ragen an vielen Stellen Kanten der Gehwegplatten hoch hinaus. Stolpergefahr! Der Zustand ist seit Monaten so, getan hat das Bezirksamt bisher nichts.
Hamburg: Schwenckestraße |

Stolperfallen und gefährliche Kanten in Eimsbüttel: Bürger müssen teils Monate warten, bis sich vor ihrer Tür etwas verbessert

Fußgänger müssen vorsichtig sein in Eimsbüttel. Nicht nur wegen flotten Radlern und Autofahrern. Sondern wegen schiefer Gehwegplatten und zentimeterweit herausragenden Betonkanten. Stolpergefahr an hunderten Stellen! Im Herbst berichtete das Elbe Wochenblatt beispielhaft über drei gefährliche Ecken – an der U-Bahn-Station Lutterothstraße, an der Quick-bornstraße und der Schwenckestraße. Die gute Nachricht: Es hat sich was getan. Aber es gibt immer noch viele Stolperstellen – Fragen und Antworten.

Was wurde gemacht an den drei gefährlichen Ecken?
An der U-Bahn-Station Lutterothstraße und der Quick-bornstraße wurden Platten neu verlegt und tiefe Kuhlen mit Grand aufgefüllt, der Gehweg ist zumindest wieder eben. An der Schwenckestraße ist bisher offenbar nichts ge-macht worden, der Gehweg soll aber dieses Jahr komplett saniert werden.

Gibt es noch mehr solcher Stellen?
O ja: Derzeit liegen dem Bezirksamt Informationen über 3.018 Mängel an Gehwegen und Straßen vor, im Jahr 2014 waren es insgesamt 3.800.

Wie geht das Amt vor?
Zunächst muss sich einer der neun Wegewarte den Schaden vor Ort angucken. Dann wird bewertet, ob eine Reparatur dringend ist oder eher nicht. Kleinere Schäden können Straßenbauer des Bezirksamts angeblich innerhalb etwa einer Woche ausbessern. Muss eine Firma extra beauftragt werden, dauert es bis zu vier Wochen.

Wie oft schauen die Wegewarte vorbei?

An Hauptverkehrsstraßen lautet die Vorgabe zweimal monatlich. Alle übrigen Straßen sollen zumindest einmal im Quartal - also etwa alle drei Monate - überprüft werden.

Wie viel wird ausgebessert?
Laut Bezirksamt fast drei Viertel der Schäden. 2014 wurden etwa 2.800 Mängel beseitigt – von 3.800 insgesamt. Den Großteil erledigten Firmen, die vom Bezirksamt beauftragt wurden.

Müssen Bürger weiterhin mit Stolperfallen leben?
Ja, das Bezirksamt kommt mit dem Flicken nicht hinterher. „Aufgrund der Vielzahl vorhandener Schäden und der begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen, des gestiegenen Verkehrsaufkommens sowie eines Instandhaltungsstaus ist es nicht möglich, den Verkehrsraum fortdauernd schadensfrei zu halten“, heißt es vom Bezirksamt. Der Behörde selbst stehen nur vier Straßenbauarbeiter zur Verfügung, die relativ schnell Schäden reparieren können. Werden Aufträge vergeben – meist auch im Paket – dauert es deutlich länger.


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Eine Woche, vier Wochen, zwei Monate? Ist es in Ordnung, so lange zu warten, bis gefährliche Stolperkanten geflickt werden? Haben Sie Beispiele, wo es länger dauerte?
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Betreff: Stolperfallen
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