"Kanarienvögel sind mein Leben"

Kanarienvögel sind die Leidenschaft von Heinz Schnoor.

Heinz Schnoor hat einen ungewöhnlichen Beruf: Er züchtet seit 50 Jahren Vögel

Von Aimée Polzin.
Alles begann, als Heinz Schnoor 13 Jahre alt war. Um sich neue Klamotten kaufen zu können, hatte er eine Idee. Unter der Aufsicht seines Vaters, einem Züchter, verkaufte er Vögel. An sein erstes Pärchen, gelbe Schecken, erinnert er sich noch gut. Statt Fertigfutter mischte er ihnen eigenhändig Futter aus Zwieback und Ei. „Nach einem Jahr bekam ich dann endlich meine Röhren-
jeans“, erzählt Schnoor lachend. Am Sonnabend, 30. Juni, feiert er seinen 70. Geburtstag. Die Dimensionen haben sich geändert, die Leidenschaft blieb.
Insgesamt hat er bis heute genau 4.638 Vögel gezüchtet, von denen er viele an Kollegen und Privatleute verkaufte. Besonders gefallen ihm die Farb- und Gestaltskanarien. Warum züchtet er so gerne Kanarienvögel? „Das zarte Piepen, wenn sie noch klein sind, gibt einem ein Kribbeln. Außerdem passen sie in die Wohnung, sie sind nicht so groß.“ Seit 37 Jahren ist er der Vorsitzende des Vogelzüchtervereins „Farbenfreude-Hamburg von 1960“ aus Stellingen und seit 48 Jahren Mitglied beim „Deutschen Kanarien- und Vogelzüchter-Bund“. In den 70er Jahren machte er eine Ausbildung zum nationalen und internationalen Preisrichter. All die Jahre ging er zu Ausstellungen, einige davon veranstaltete er auch selber. Bei den Schauen räumte er ordentlich ab: zweimal Weltmeister und elfmal Deutscher-Meister. Sein Schrank ist voll von Medaillen und Pokalen. 2006 bekam er im Rathaus vom damaligen Bürgermeister Ole von Beust die Medaille für treue Arbeit im Dienst des Volkes. Auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler bekam er Ehrengaben aufgrund der Jugendarbeit auf Bundesebene.
Die Kinderseiten im Internet (www.dkb-online.de) werden gerne von Schulen benutzt. Sein Buch für Anfänger „Alles über Kanarienvögel“ wurde in sechs Sprachen übersetzt. Trotzdem „kommen immer weniger junge Leute“. Schnoor ist sich sicher, dass das mit dem Tierschutz und der Politiker zusammenhängt. Auch die großen Schauen würden nicht mehr organisiert - zu viele Auflagen, zu hohe Kosten. Derzeit kümmert sich Schnoor in seinem Keller um die geschlüpften Küken,
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