„Kampfbahn Stellingen“ als Ort der Geschichte

Alt und neu noch nebeneinander: Das Umkleidehaus auf der „Kampfbahn Stellingen“ und der neue Wohnungsbau. In knapp einem Jahr werden auf den Sportplätzen Wohnungen gebaut.

Der neu gegründete HFC Falke hat seinen ersten Pflichtspielauftritt gewonnen.

Von Fritz Schenkel, Stellingen/Eimsbüttel.

Die Zahl der täglich in allen Richtungen an ihr vorbeirauschenden Autos erreicht locker ihr ursprünglich einmal geplantes Fassungsvermögen. Für 15.000 Zuschauer ist die „Kampfbahn Stellingen“ am Sportplatzring in den 1920er-Jahren einmal geplant worden.
Realität ist aus dieser Planung nie geworden. Das riesige Stadion mit der Aschenbahn wirkt nach einem jahrzehntelangen Dämmerzustand wie aus der Zeit gefallen. Ein Sinnbild für die wechselvolle Geschichte Eimsbütteler Sportanlagen. Noch ein knappes Jahr, dann werden die 7,5 Hektar der zwei Grandplätze und des Rasenplatzes einem der größten Wohnungsbauprojekte Hamburgs weichen.
Holsten-Pokalsieger von 2014 flog jetzt in ersten Runde aus
SV West-Eimsbüttel, TSV Stellingen 88 und HFC Falke – bei den drei Noch-Hausherren ist die Fußball-Kreisliga derzeit das höchste der Gefühle. Und dennoch wurde vor Kurzem am Sportplatzring Amateurfußballgeschichte geschrieben.
Der neu gegründete HFC Falke – ein Kind der HSV-Fanszene, die gegen die Ausgliederung der Profi-Abteilung aus dem Gesamtverein gewesen war – hatte seinen ersten Pflichtspielauftritt. Vor der beachtlichen Kulisse von 750 Menschen setzte sich der Klub, der nach einem der drei Gründungsvereine des HSV benannt ist, mit 1:0 gegen den SV West-Eimsbüttel durch.
Dass der „Reinmüller“ dem Bau von Wohnungen weichen muss, ist sehr unwahrscheinlich. Die Heimstätte des HEBC an der Tornquiststraße ist nach langem Ringen mit der Stadt gerade erst zu einem Kunstrasen-Schmuckkästchen umgestaltet worden. Wahrscheinlich folgt auch noch der kleine Grantplatz nebenan. Auch auf dem Professor-Reinmüller-Sportplatz, so der offizielle Name, wurde Pokalgeschichte geschrieben – auf deren Schlagzeilen der HEBC II gerne verzichtet hätte. Der Holsten-Pokalsieger des vergangenen Jahres schied gleich in der ersten Runde aus.
Ähnliches wäre wahrscheinlich auch dem Kreisklassisten 1.
FC Eimsbüttel gegen den Oberligisten SV Haltenbek-Rellingen widerfahren. Aber nach kaum zehn Minuten verwandelte Sturmtief „Zejlko“ den Grandplatz an der Hagenbeckstraße in eine zentimetertiefe Seenplatte. Nach der Umgestaltung der Sportanlage wird das – ohne Blitz und Donner – auf einem
Kunstrasen wohl nicht mehr vorkommen.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.