Kaifu feiert Jubiläum

Erhabene Architektur: Das Kaifu-Gymnasium sieht heute an vielen Stellen noch aus wie vor gut 100 Jahren. Foto: pr

Gymnasium wird 125 Jahre alt

Carsten Vitt, Eimsbüttel
Ein Kaiser regiert schon lange nicht mehr, Lernmethoden wie vor 100 Jahren gibt es auch nicht mehr. Aber den Pelikan-Brunnen in der Eingangshalle gibt es noch, und er soll bald wieder sprudeln wie zur Anfangszeit des Gymnasiums Kaiser-Friedrich-Ufer. Das „Kaifu“ feiert den 125. Geburtstag.
Unter dem Namen „lateinlose höhere Bürgerschule für Jungen“ wurde die Schule 1892 gegründet. Zunächst wurden in einer Villa an der Weidenallee etwa 50 Schüler unterrichtet. Aufgrund des Andrangs zog die Schule 1895 mit neuem Namen in ein Gebäude am Weidenstieg um. Bald reichte auch hier der Platz nicht mehr aus, so dass das Kaifu-Gymnasium - zusammen mit dem Eimsbütteler Turnverband (ETV) - auf dem sumpfigen Boden am Isebekkanal das herrschaftliche Gebäude von heute errichtete.
Eingeweiht wurde das Gebäude am „Geburtstage seiner Majestaet des Kaisers“ am 27. Januar 1913. Die Schule verstand sich damals auch als eine „Festung gegen das rote Eimsbüttel“.
Genug Stoff für Zeithistoriker wie Reiner Nicolaysen, ein ehemaliger Schüler und Vorsitzender des Vereins für Hamburgische Geschichte, der beim Festakt spricht. Am Mittwoch, 27. September, geben Schüler von 10 bis 14 Uhr Einblicke in die Geschichte des Gebäudes.
Am Abend sind alle Freunde der Schulgemeinschaft zum Kaifu-Ball eingeladen (19 bis 23 Uhr). Neben der Big Band spielt ein besonderes Jubiläumsorchester. Karten gibt es für zehn Euro im Schulbüro.
Übrigens: Das Kaifu war viele Jahrzehnte eine reine Jungenschule. Erst ab 1968 gingen Jungen und Mädchen gemeinsam in die Schule. Heute hat das Kaifu gemeinsam mit dem Helene-Lange-Gymnasium eine der größten und vielfältigsten Oberstufen in Hamburg. Und der Unterricht am Sonnabend ist auch schon lange abgeschafft.
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