Jazzclub Birdland macht wieder auf

Markenzeichen des Birdland war die Jam-Session – ab Anfang Oktober geht es weiter an der Gärtnerstraße.
Hamburg: Birdland Jazzclub |

An der Gärtnerstraße gibt es ab Oktober Jamsessions und Konzerte

Der Name bleibt, der Spielort bleibt, das Programm wird behutsam angepasst: Anfang Oktober eröffnet der Jazzclub Birdland an der Gärtnerstraße neu. Hunderte Jazzfans haben darauf gehofft, nun wird es wahr: Im legendären Musik-
keller der Familie Reichert geht es weiter mit wilden Jam-Abenden, herausragenden Konzerten und kleinen Festivals. Nachdem die Gründer Heidi und Dieter Reichert Im Juni 2013 den Betrieb einstellten, machen nun die Söhne Ralph und Wolff Reichert weiter. Bleibt alles in Familienhand.
„Mein Bruder Ralph und ich sind ja durch unsere Eltern sehr früh mit Jazz in Berührung gekommen und dann sozusagen im Birdland aufgewachsen“, ezählt Wolff Reichert. Nach dem Musikstudium machten die beiden ihre Leidenschaft zum Beruf – Ralph als Jazz-Saxofonist und Wolff als Schlagzeuger („Rockhouse Brothers“). Daher sah es voriges Jahr nicht so aus, als würden die Söhne das Werk der Eltern forführen. Warum nun die Wende? „Da Ralph und ich im vergangenen Jahr so oft von Leuten angesprochen wurden, die das Birdland ebenso sehr wie wir vermissen, haben wir uns mit einem erfahrenen Team für einen professionellen Neuanfang entschieden – und natürlich freuen sich auch unsere Eltern“, sagt Wolff Reichert lachend.
Die Jam-Session, eines der Aushängeschilder des Birdlands, wird es weiterhin jeden Donnerstag geben. Damit startet auch am 2. Oktober die neue Jazz-Ära an der Gärtnerstraße 122. Zudem sind mindestens einmal im Monat Konzerte mit ausgewählten Jazzmusikern oder -bands geplant. Als Partner haben sich die Reicherts die
Gastronomen Julius Horn und Julian Jasper (Freundlich+Kompetent) ins Boot geholt. Gemeinsam mit den beiden soll das Programm erweitert werden.
Unter dem Titel „Birdland is back!“ gibt es Ende Oktober ein Mini-Jazzfestival: Am Freitag, 31. Oktober, mit Soul Jazz Alliance (USA) – Jeremy Pelt, Vincent Herring, Jared Gold & Joris Dudli – und am Sonnabend, 1. November, mit dem Quartett des 90-jährigen New Yorker Pianisten und Sängers Bob Dorough.

Wofür das Birdland steht


Mehr als 4.700 Konzerte in 28 Jahren, viele Auftritte bekannter internationaler Musiker: Das Birdland hat in Hamburg Musikgeschichte geschrieben. 1985 eröffneten Dieter und Heidi Reichert im Keller ihres Hauses den Club. Er wurde bald zur bedeutendsten Hamburger Spielstätte für modernen Live-Jazz. Doch die Reicherts wollten sich noch ein paar ruhigere Jahre gönnen - daher schlossen sie Ende Juni 2013 das Birdland. Nun übernehmen die Söhne Wolff und Ralph Reichert.

www.jazzclub-birdland.de
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