Ist der Wochenmarkt noch zu retten?

Kundin Inge Toll gefällt der Marktplatz an der Grundstraße nicht. „Richtig herrlich war der Marktplatz an der Apostelkirche.“ (Foto: fh)

Immer weniger Händler auf dem Wochenmarkt an der Grundstraße – Politik und Verwaltung suchen Rezepte gegen die Abwärtsspirale

Von Frauke Heiderhoff, Eimsbüttel – Flaute beim Wochenmarkt an der Grundstraße: Kaum Stände stehen hier am Mittwoch, der Platz ist fast leer. Immer mehr Verkäufer springen ab, immer weniger Kunden kommen zum Einkaufen. Mittwochs sind zu Sommerzeiten noch zwischen zehn und 15 Händler da – sonnabends sind es hingegen etwa 60. Abwärtsspirale ohne Ende? Auch der nach der ewig langen Baustelle wieder geöffnete Durchgang an der Methfesselstraße hat die Situation nicht verändert.
Doch was sagen die Händler? Lässt sich der Markt noch retten? Carl Berger alias Käse-Carlo empfindet die Fläche als „unattraktiv und unpersönlich“. Ähnlich sieht das Kundin Inge Toll. Gerne erinnert sie sich an die Zeit, als sich der Markt noch auf dem Apostelkirchenvorplatz befand. „Das war so gemütlich, und die Bushaltestelle war nebenan.“
„Der schleichende Wandel unserer Gesellschaft“ ist für Peter Eckhoff vom Obststand für das schlechte Geschäft verantwortlich. Männer wie Frauen seien immer mehr darauf angewiesen, zu arbeiten. Zum Einkaufen auf dem Markt komme da anscheinend keiner mehr.
Politik und Verwaltung wollen etwas unternehmen. Es gibt erste Überlegungen, wie dem Markt wieder mehr Leben eingehaucht werden kann. Ab März wird die Öffnungszeit um eine Stunde – bis 14 Uhr – verlängert. Zudem wird es eine Befragung von Händlern und Kunden geben. Mithilfe der Ergebnisse möchten die Beteiligten den Markt stärken.
„Wir wollen alle unbedingt etwas tun“, so Klaus-Günter Scholz, Abteilungsleiter Marktwesen im Bezirksamt Eimsbüttel. Auch er empfindet den Standort an der Apostelkirche als attraktiver. Das Problem: Die nötige Grundausstattung – wie etwa die Beleuchtung – fehlt dort.
Der Fraktionsvorsitzende der GAL, Roland Seidlitz möchte sich in jedem Fall dafür einsetzen, den Markt auf den Apostelkirchenplatz zu verlegen. Gründe: die bessere Sichtbarkeit und die gute Verkehrsanbindung.
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2 Kommentare
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wolfgang neitzel aus Eimsbüttel | 01.03.2012 | 00:00  
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Bernhard Kaiser aus Eimsbüttel | 01.03.2012 | 17:01  
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