Isebekkanal soll Park werden

Blick auf den Isebekkanal: Die Uferbereiche und vermutlich angrenzende Grünflächen sollen als Park ausgewiesen werden - damit erfüllen die Behörden eine zentrale Forderung aus einem früheren Bürgerbegehren. Foto: cv

Zentrale Forderung aus Bürgerbegehren soll verwirklicht werden

Das hat ja lange gedauert: Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt plant, den Isebekkanal nun offiziell als Park auszuweisen. Damit soll eine zentrale Forderung des 2008 angestrengten erfolgreichen Bürgerbegehrens "Hände weg vom Isebek" erfüllt werden.
Der Park soll vermutlich die Ufersäume des Kanals zwischen Hoheluftbrücke und Weidenstieg und angrenzende Grünflächen umfassen. Ziel ist der Schutz der "ökologisch wertvollen Ufergehölze". Diese Forderung erhebt die Isebek-Initiative bereits seit Jahren. Anstoß für das damalige Bürgerbegehren waren Pläne des Bezirks, Uferbereiche des Kanals für Cafes und Terrassen anzutasten und zu bebauen. Es folgte ein erbitterter Streit zwischen Eimsbüttels Politik und Verwaltung auf der einen und der Initiative auf der anderen Seite, auch vor Gericht.
Ins Visier der Initiative geriet dabei auch das Hoheluftkontor, ein geplantes Büro- und Geschäftshaus am U-Bahnhof Hoheluftbrücke. Diese Pläne kippte ein Bürgerentscheid im Juli 2010. Trotz dieses Entscheids ist nun ein Wohnhaus an gleicher Stelle geplant, das von der Bezirksverwaltung bewilligt wurde.
Die Forderungen des Bürgerbegehrens "Hände weg vom Isebek" hatte der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Eimsbüttel am 13. August 2009 übernommen. Mehr als zwei Jahre später werden diese Punkte nun anscheinend erfüllt.

Kommentar
Der Isebekkanal soll so bleiben, wie er ist. Gut so! Es ist eine wilde grüne Oase, wie sie die Bürger der dicht bebauten Viertel rundherum unbedingt brauchen. Cafes und sonstigen Schnickschnack gibts ja genug an anderen Ecken. Nicht so gut sind zwei andere Dinge. Erstens ist der Fußweg entlang des Kanals in einem schlechten Zustand. Bei Regen ist Pfützenslalom angesagt. Das müsste sich ändern. Zweitens sind die Uferbereiche des Kanals ziemlich vermüllt. Jeder schmeißt wohl seinen Abfall da hin. Da der Bezirk mit dem Reinemachen vermutlich überfordert ist (kein Geld), wären mal die Bürger an der Reihe, sich für ihr Juwel zu engagieren. Haben ja auch viele tausend Eimsbütteler dafür unterschrieben, dass hier alles so bleibt wie bisher. Aber auch so dreckig? Regelmäßig aufräumen - ich wär dabei! Wer noch?
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