Isebekgrünzug wird Isepark - minimalistische Lösung für das Kernproblem

Für viele - so auch für den Autor - war der katastrophale Zustand des Gehweges entlang des Grünzuges am Isebekkanal der Grund, sich im Rahmen des "Rundes Tisches", der den bezirklichen Gremien beratend zur Seite stand, zu engagieren. Während der über drei Jahre, in denen das Gremium seiner Arbeit nachging, wurde viel diskutiert. Vor allem über den Grüngürtel und über den Radverkehr. Leider trat dabei das Kernproblem immer mehr in den Hintergrund, so dass es nicht mehr überraschen musste, dass jetzt nicht mehr dabei herauskam als eine Sanierung des Geweges, die den Namen nicht mehr verdient. Auf der gesamten Länge zwischen Weidenstieg und Hoheluftbrücke soll von Januar an in den nächsten zwei Jahren ein Sand-Kies-Gemisch aufgetragen werden mit einer Schräge zur Böschung, damit das nicht versickernde Wasser zum Kanal abfließen kann. Man braucht nicht viel Fantasie, um zu erahnen, welche Wirkung die Maßnahme haben wird - nämlich eine eher bescheidene. Wirkungsvoll Abhilfe geschaffen hätte nur eine Drainage, doch dazu konnte man sich nicht durchringen, dank der Einflussnahme der Initiative "Hände weg vom Isebek", die jeden massiveren Eingriff kategorisch ablehnte. Dafür wird der Grünzug jetzt als Park gesichert, was sicherlich erfreulich ist, aber dass man für die Gesamtplanung Jahre der Diskussion gebraucht hat, zeigt wieder einmal, wie schwerfällig demokratische Entscheidungsprozesse sind und wie wenig auf der Suche nach Kompromissen unter dem Strich dabei herauskommt.
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