Isebek-Grünzug: Die Kernprobleme anpacken und keine Nebenschauplätze aufmachen

Die Neugestaltung des Isebek-Grünzuges tritt in die Planungsphase ein. Am 27. Januar 2015 tagte der "Runde Tisch Isebek-Grünzug" um mitzuentscheiden, mit welchen Planungsbüros das Pflege- und Entwicklungskonzept für den Isebek-Grünzug vorangebracht werden soll. Schon jetzt dürfte klar sein, dass sich die Planungen keineswegs nur auf die eigentlichen Probleme konzentrieren werden, sondern auch völlig abwegige Ansätze geprüft werden sollen. Hierzu gehören die Überlegungen, in der Hohen Weide und im Kaiser-Friedrich-Ufer Fahrradstraßen einzurichten. Sie sollen den heutigen Radweg entlang des Isebekkanals entlasten. Zumindest ist dies die Intention der Isebekinitiative, die diese Fahrradstraßen fordert. Keiner erinnert sich anscheinend daran, dass dieser Radweg Teil der Veloroute von Eimsbüttel zum Univiertel ist und mit viel Geld ausgebaut wurde, einschließlich einer eigens für den Radverkehr eingerichteten Brücke parallel zur Fußgängerbrücke auf der Höhe des Denkmals der Bücherverbrennung, der Goebenbrücke. Da der heutige Radweg sehr gut angenommen wird und auch für steigende Verkehrszahlen geeignet ist, bedarf es keinerlei Neuerungen. Ganz anders der Fußgängerweg, der dauerhaft entwässert werden muss, soll eine jahreszeitlich durchgehende Nutzung möglich sein. Hierauf sollten sich die Planungen konzentrieren. Die Einrichtung der Fahrradstaßen wäre hingegen fatal, weil zu befürchten ist (siehe Planungen andernorts), dass Parklätze dadurch wegfallen. Das Quartier ist jedoch bereits erheblichem Parkdruck ausgesetzt und würde diesen Einschnitt nicht kompensieren können.
Ich sage deshalb "Hände weg vom Isebek-Radweg"! Alles andere wäre eine Ignorierung der Bedürfnisse der Anlieger und zudem eine ungeheuerliche Steuergeldverschwendung.
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