In 60 Sekunden muss alles sitzen

Mitglieder der Jugendfeuerwehr Eimsbüttel bereiten alles zum Löschen vor. Die Jugendfeuerwehr besteht aus 16 Mitgliedern zwischen zwölf und 17 Jahren, davon sieben Mädchen. (Foto: fh)

24-Stunden-Dienst: Jugendfeuerwehr Eimsbüttel übte für den Ernstfall

Frauke Heiderhoff, Eimsbüttel – Stiefel stecken schon in den Hosenbeinen, beim Alarm muss alles ganz schnell gehen: Die Mädchen und Jungen der Freiwilligen Feuerwehr Eimsbüttel haben sich wie „die Großen“ auf ihren 24-Stunden-Dienst vorbereitet. Wenn mitten in der Nacht das Alarmsignal ertönt, haben sie nur 60 Sekunden Zeit, um aufzustehen, sich umzuziehen und das Gelände zu verlassen. Für die 16 Mitglieder der Jugendfeuerwehr zählt ihr Probe-Einsatz zu den Höhepunkten im Jahr.
„Schade, dass wir noch keinen richtigen Einsatz haben“, bedauert Gruppenführer Moritz (16). Wie Gruppenführer Robin (17) freut er sich auf die diversen Übungen sowie das Übernachten im Unterrichtsraum. „Der Einsatz ist für die Jugendlichen das Weihnachtsfest bei der Feuerwehr“, so Jugendwartvertreter Marc Neumann (21). Denn die am Tag absolvierten anspruchsvollen Übungen entsprechen dem Einsatzspektrum der Berufsfeuerwehr.
Während des Dienstes wurden die Jugendlichen in den diversen Feuerwehrtechniken ausgebildet. Eine Aufgabe: Einen zwischen einem Container und Lkw eingeklemmten Menschen retten. Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Altona machen sich die Jugendlichen ans Werk. „Teamarbeit wird bei uns groß geschrieben“, so Vorstandsmitglied Gerhard Mögling. Deshalb arbeiten die Jugendlichen mit Mitgliedern der Feuerwehren anderer Stadtteile zusammen.
Es sei ein großer Aufwand, die Jugendlichen auf den Ernstfall vorzubereiten, so Mögling. Der Spaßfaktor stehe im Vordergrund. Weitere Übungen waren: das Suchen einer vermissten Person im Volkspark, das Löschen eines Containerbrands, ein Grillunfall, ein Rauchmeldereinsatz sowie ein großer Unfall am Flughafen.
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