Immer diese Raser: Fußgänger in Angst

Gefährliche Stelle: Senioren mit Rollator können trotz Verkehrsinsel nur schwer den Steenwisch überqueren. An der Ecke zum Langenfelder Damm schneiden Autos häufig eng die Kurve, und geraten vor allem im Dunkeln auf die Mittelinsel.

Gefährliche Ecke in Stellingen: Autos brettern immer wieder über eine Verkehrsinsel

Langenfelder Damm/Ecke Steenwisch in Stellingen: An dieser Stelle müssen Fußgänger besonders gut aufpassen. Autofahrer schneiden diese Kurve seit jeher sportlich, oft bei hohem Tempo. Seit einigen Wochen ist da aber eine Verkehrsinsel in der Mitte des Steenwisch – es kracht immer wieder.
Christa Erfurth ist jedes Mal froh, wenn sie die kleine Seitenstraße heil überquert hat. „Neulich stand ich auf der Verkehrsinsel, als ein Auto gegen die
Ecke knallte und ins Schleudern geriet“, erzählt die Rentnerin. „Das ist eine Abschussrampe für Fußgänger geworden.“ Nicht nur Senioren mit Rollator, auch Mütter mit Kinderwagen haben häufig ihre liebe Not, sicher über die Straße zu kommen, hat Erfurth beobachtet.
Das Problem: Etliche Autofahrer nehmen – vermutlich aus Gewohnheit – die Kurve zügig und merken zu spät, dass da etwas im Weg ist. Etliche Male wurde das Schild mit dem Hinweispfeil schon umgefahren, der Kantstein hat tiefe Schrammen von Zusammenstößen mit Felgen oder Karosserien.
„Wenn es dunkel wird, geht es los“, erzählt Kerstin Tenbült, Angestellte im Spielcasino an der Ecke. Dann ist die Barriere schlecht zu sehen. „Pro Nacht kriegen hier etwa zwölf Autos die Kurve nicht, rumsen auf die Insel“, so die Augenzeugin. Einem Taxi habe das umgenietete Schild mal unter der Motorhaube gesteckt, an einem anderen Wagen war die Ölwanne aufgerissen.
„Eigentlich habe ich mich gefreut, als die Insel gebaut wurde“, sagt Anwohnerin Erfurth. „Doch nun habe ich Angst, auf der Mitte zu stehen“, so die 74-Jährige. Sie und andere Leidgeplagte machten mehrmals Polizei und Bezirksamt auf die gefährliche Stelle aufmerksam.
Nach einigem Hin und Her hat sich etwas getan: Ende voriger Woche wurden zwei neue Hinweisschilder an beiden Enden der Insel aufgestellt. Tonnen mit rot-weißen Signalstreifen sollen die Barriere im Straßenraum sichtbarer machen. „Wir hoffen, dass es nun besser wird. Aber wir werden das weiter beobachten“, sagt Wilfried Wulff vom Polizeikommissariat 27 in der Koppelstraße.
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