IKB: Endlich neue Bleibe gefunden!

Bals gehts ans Packen. Schild, Akten und Kochtopf müssen dann mit: Nilüfer Dalga, Emine Güney, Gisela Schnelle, Cevriye Aydin und Suzan Karal (v.l.) vom Team der IKB. Foto: cv
Eimsbüttel - Die Interkulturelle Begegnungsstätte (IKB) hat eine neue Bleibe gefunden. Im September will das Integrationszentrum für den Bezirk Eimsbüttel von der Schäferkampsallee an die Hallerstraße umziehen. Am heutigen Mittwoch sollen die Mietverträge unterschrieben werden.
Die IKB hatte bereits seit Anfang des Jahres neue Räume gesucht. Doch es war schwierig, zu angemessenen Preisen etwas verkehrsgünstig Gelegenes im Kerngebiet von Eimsbüttel zu finden. Der Haken: „Im gewerblichen Bereich werden meist 19 Prozent Mehrwertsteuer auf den Mietzins aufgeschlagen. Doch den können wir als gemeinnütziger Verein nicht zahlen“, sagt Geschäftsführerin Gisela Schnelle. Schließlich hat es doch noch geklappt – mit der Saga. In den Grindelhochhäusern Hallerstraße 1c und 5c standen Räume leer, die für die IKB gut geeignet sind. „Wir verkleinern uns ein bisschen, wir haben hier faire Mietkonditionen erhalten“, freut sich Schnelle. Nun heißt es bald Kisten packen. „Unsere Beratung läuft aber weiter bis zum 29. September“, so Schnelle. Sie hofft, dass in der zweiten Oktoberwoche wieder alles rund läuft und die IKB ihren Betrieb regulär weiterführen kann.
Im neuen Domizil muss noch umgebaut werden. Und das kostet. 30.000 Euro müsse die IKBdafür bezahlen, zusammen mit Umzug und kleineren Installationen kommen so gut 42.000 Euro auf den Verein zu. Schnelle hat Zusagen von der Montessori-Schule Monaddrei und dem Vermieter des jetzigen Domizils. Schließlich räumt die IKB vorzeitig ihre Etage in der Schäferkampsallee 27, weil die Schule mehr Platz braucht. Der Mietvertrag läuft offiziell noch bis Ende 2012. Als Ausgleich seien der IKB insgesamt 15.000 Euro versprochen worden. „Wir hoffen, dass auch alle ihre Zusagen einhalten“, so Schnelle.
Eng ist es bis zum Bezug der neuen Räume bei Monaddrei. Die nun vier Klassen mussten etwas zusammenrücken. „Aber es geht gerade noch so“, so Volker Dithmer. Im Oktober wird die zweite Etage umgebaut, damit dann genügend Platz für das vielfältige Schul-Angebot ist.


Info: Was macht die IKB?

Die Interkulturelle Begegnungsstätte in der Schäferkampsallee 27 bietet Rat und Hilfe für Zuwanderer. Das umfasst die Unterstützung bei Behördengängen, Wohnungssuche und drängenden Problemen. Das Team ist mehrsprachig – die Mitarbeier können Zuwanderer unter anderem in Spanisch, Englisch, Russisch, Französisch, Türkisch und in westafrikanischen Dialekten beraten. Zudem gibt es Integrations- und Alphabetisierungskurse für Einwanderer. Telefonnummer: S 319 27 30.
Finanziert wird die IKB, die als Integrationszentrum für den ganzen Bezirk zuständig ist, von der Sozialbehörde – jährlich mit 234.000 Euro. Diese Förderung ist noch bis Ende 2017 zugesagt. Die Ratsuchenden kommen schwerpunktmäßig aus der Lenzsiedlung sowie aus Teilen Eidelstedts und Schnelsens. CV
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