Hoher Besuch bei den Flüchtlingskindern

Prinz Nadir Naim kam nicht mit leeren Händen: Die Flüchtlingskinder konnte sich über Sportartikel der Alexander-Otto-Sportstiftung freuen. (Foto: pr)

100 Jahre deutsch-afghanische Freundschaft: Afghanischer Prinz Nadir Naim wirbt für Verständnis unter den Völkern

Von Gaby Pöpleu

Sein Großvater Zahir Schah war der letzte afghanische König. Jetzt traf Prinz Nadir Naim Hamburger Flüchtlingskinder im Gebäude der Uni Hamburg. Anlass war das 100-jährige Bestehen der deutsch-Afghanischen Freunschaft.
1915 waren die ersten Botschafter nach Afghanistan gekommen und dort als Gäste des Königshauses aufgenommen worden. Seit dem bestehen freundschaftliche Beziehungen zwischen den Ländern. Deshalb war Prinz Nadir Naim nach Hamburg gekommen, und hatte auch Flüchtlingskinder aus seinem Land getroffen. Er kam nicht mit leeren Händen: Die Alexander-Otto-Sportstiftung hatte verschiedene Sportartikel für die Kinder gekauft, die der Prinz nun überreichte.
Natürlich war auch die aktuelle Situation in Afghanistan Thema bei dem Besuch: „In Afghanistan verschlechtert sich täglich die Lage“, sagte der Prinz. „In vielen Gebieten kommt es zu kriegerischen und terroristischen Auseinandersetzungen.“ Deshalb sollten die afghanischen Kinder mit Freude in Deutschland lernen, denn Bildung sei der Schlüssel zu einer sicheren Zukunft.

"Wir brauchen diese gebildeten jungen Leute"
Die Flüchtlingsströme sieht der Prinz eher kritisch: Afghanistan brauche diese gebildeten jungen Leute, um unser Land wieder aufzubauen, hatte er bei anderer Gelegenheit gesagt. Dass viele Flüchtlinge nach Afghanistan zurückkehren müssen, ist ihm bewusst. Er wirbt aber für mehr Zeit: Sehr viele Menschen hätten im Moment nichts, wohin sie zurückkehren könnten, hätten Haus und Hof verkauft, um die Schleuser zu bezahlen.
Der Prinz appellierte auch an die Flüchtlinge, sich in Deutschland so gut wie möglich einzugliedern und dafür als erstes die deutsche Sprache zu lernen. „Aber noch wichtiger ist es, Werte wie Respekt, Verständnis, Mitgefühl, Menschlichkeit und Zusammenhalt zu bewahren“, sagte er.
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