Hoheluftchaussee verändert ihr Gesicht

Tote Hose: Die Geschäftszeile an der Hoheluftchaussee dümpelt schon seit zwei Jahren vor sich hin. (Foto: cvs)
Hamburg: Hoheluftchaussee |

Verlassene Ladenzeile muss Neubauwohnungen weichen

Christopher von Savigny, Hoheluft
In den Eingängen häufen sich Müll und welkes Laub. Großformatige Werbesprüche in den Schaufenstern versprechen Schnäppchen, die schon seit Ewigkeiten ausverkauft sind. Die Geschäfte sind mit Brettern vernagelt oder mit Bauzäunen zugestellt. Tristesse an einer
Ecke der Hoheluftchaussee.
„Zum Bummeln lädt das hier nicht so richtig ein“, sagt Dennis Brämer, Geschäftsführer des Friseursalons „Isabell Hauser“. „Die meisten Leute überqueren lieber die Straße und gehen drüben einkaufen. Zum Glück leben wir von unserer Stammkundschaft. Sonst kämen wir wahrscheinlich nicht zurecht.“ Immer mal wieder könne man Obdachlose beobachten, die die Verschläge als Nachtlager benutzten. Oder sogar als Klo. „Das ist schon schlimm“, sagt Brämer.
Seit rund zwei Jahren verfallen Teile der westlichen Straßenseite der Hoheluftchaussee zusehends. Besonders betroffen sind die Häuser mit den Nummern 61 bis 75. Die letzten Bewohner und Geschäftsbetreiber waren im vergangenen Sommer ausgezogen. Bereits im März wollte das Bauunternehmen Otto Wulff die vergammelte Ladenzeile abreißen und mit dem Bau eines mehrstöckigen Wohnkomplexes beginnen. Doch erst fehlten behördliche Genehmigungen, dann störten Straßenbauarbeiten, die im Rahmen der Busbeschleunigung durchgeführt wurden.
Nun scheint das Projekt endlich startklar zu sein. „Wir hoffen, mit den Arbeiten im November beginnen zu können“, sagt Charly Gretemeier, Projektleiter von Otto Wulff. Aktuell werde mit dem Bezirk noch über Details des Neubaus verhandelt. „Somit wäre eine Fertigstellung bis Ende 2016 vorstellbar“, sagt Gretemeier.
Auf der gut 2.000 Quadratmeter großen Fläche plant das Unternehmen ein Gebäude mit 43 Wohnungen und 35 Tiefgaragenplätzen. Das Erdgeschoss ist für Geschäfte vorgesehen. „Ein Großteil der Fläche ist bereits an einen Bio-Supermarkt vermietet“, so Gretemeier.
Die Wohnungen sollen zwischen 70 und 125 Quadratmeter groß sein und über drei bis vier Zimmer verfügen. Über die Miethöhe ist noch nichts bekannt: „Die Festlegung der Mietpreise obliegt dem zukünftigen Eigentümer“, sagt Gretemeier.
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