Ho ho ho – hier ist der Weihnachtsmann

Der Bart ist echt: Harry Prehn aus Hoheluft spielt seit 15 Jahren den Weinachtsmann im Viertel. „Es gibt nichts Schöneres als das Geben“, sagt der 76-Jährige. Foto: cv

Harry Prehn aus Hoheluft beschenkt seit 15 Jahren Kinder während der Adventszeit

"Ist der Bart echt?“, fragt eine Frau. „Klar“, sagt Harry Prehn. Einmal zupfen. „Stimmt.“ Die Frau lacht und geht weiter. Der Weihnachtsmann an der Straßenecke: Das ist doch ein Ereignis. Handwerker kurbeln die Fenster ihrer Autos herunter, winken und rufen „Ho ho ho“.
Harry Prehn macht an diesem tristen Dezembermorgen seine Runde durch Hoheluft. Sein Mantel leuchtet rot im Grau der Stadt. Er zieht die Blicke auf sich – und ein bisschen verzaubert er die Menschen. Ein Lächeln huscht vielen über das Gesicht, als sie ihn sehen. Grüßen, winken, „hallo Weihnachtsmann!“
Prehn macht seine Rolle einfach Spaß. Seit 15 Jahren ist er in Hoheluft der Weihnachtsmann. Ehrenamtlich. Zwar hat er auch etliche offizielle Auftritte. Firmen und Einkaufscenter buchen ihn. Aber hier in seinem Stadtteil möchte er einfach so Freude stiften. „Es gibt nichts Schöneres als das Geben“, sagt der 76-Jährige aus Hoheluft.
Im Eppendorfer Weg und in kleinen Seitenstraßen, entlang der Hoheluftchaussee ist er unterwegs. In einem Sack aus rauhem Leinenstoff sind süße Kleinigkeiten und Mandarinen. Er geht die Straßen entlang, schaut in Geschäften vorbei. Kinder dürfen sich etwas aus dem großen Sack rausfischen. „Die sind dabei manchmal ganz schüchtern, wenn sie den Weihnachtsmann sehen“, erzählt Prehn schmunzelnd. Erwachsene eher nicht, die gehen mitunter ganz forsch auf den Mann im roten Mantel zu. Eine Frau kommt aus der Bäckerei, schenkt Prehn ein Tütchen Kekse. „Frohe Weihnachten“, sagt sie. Da ist auch der Weihnachtsmann gerührt.
Bis Heiligabend hat er noch eine Menge zu tun. Aber dann ist Schluss, erst nächstes Jahr ist er wieder im Einsatz. Was er sich für Weihnachten wünscht? „Dass die Menschen ein bisschen friedlicher miteinander sind“, sagt Prehn.
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