Hilfe für die „Herzkinder“

Robert Müller, Vorsitzender der Herz-Kinder-Hilfe Hamburg, war selbst einmal ein „Herzkind“. Nach zwei Operationen konnte er wie andere Kinder normal spielen und toben. (Foto: rs)

Seit 25 Jahren unterstützt die Herz-Kinder-Hilfe kleine Patienten und deren Eltern

Angeborener Herzfehler“ – diese Diagnose ist für Eltern immer noch ein Schock. Denn ohne rettende Operation wären diese Kinder zum Tode verurteilt. Doch seit den 50er Jahren können Kinder mit einem Herzfehler operiert werden – und damit ein normales Leben führen.
Der Lokstedter Robert Müller war selbst ein „Herzkind“. Zwei Mal musste er ins Krankenhaus, einmal mit sechs Jahren, das andere Mal im Alter von dreizehn Jahren. Seitdem lebt der 36-Jährige beschwerdefrei, treibt sogar Radsport und nimmt an den jährlichen Cyclassics teil. Seit zwei Jahren ist Müller Vorsitzender der Herz-Kinder-Hilfe Hamburg, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert.
Reinhard Schwarz, Eimsbüttel – Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, betroffene Kinder und ihre Eltern zu unterstützen, schildert Müller. „Ein bis zwei Mal im Monat bieten wir Treffen an für Eltern von Kindern mit der Diagnose ‚Herzfehler’.“ Der Verein beschäftigt weiterhin eine Mal- und Spieltherapeutin auf der Kinder-Herz-Station des Universitätskrankenhauses Eppendorf (UKE). „Die Therapeutin arbeitet vor und nach der Operation mit den Kindern.“ Diese Betreuung spielt eine große Rolle, zumal die Kinder oftmals noch Wochen und Monate nach der OP im Krankenhaus bleiben müssen. Müller: „Vor der Operation geht es darum, Ängste abzubauen und den psychischen Stress abzufedern.“ Anschließend dient das Malen und Spielen dazu, Abwechslung in den eintönigen Krankenhausalltag zu bringen.
Auch nach dem Krankenhausaufenthalt kümmert sich der Verein mit seinen rund 320 Mitgliedern um seine Schützlinge und die Eltern. Zum Vereinsleben gehören auch gemeinsame Unternehmungen und Ausflüge. „Herzkranke Kinder vor der Operation sind oft müde und nicht belastbar“, berichtet der sportlich wirkende Lokstedter aus eigener Erfahrung. „Als Drei- bis Vierjähriger war ich schon nach 100 Metern Laufen oder fünf Minuten Spielen erschöpft.“ Während die Gleichaltrigen spielen und rumtoben, sind Herzkinder zum Zugucken verurteilt – bis zur OP, so Müller: „Danach ging es mir gleich besser.“


Fachtagung


Der Verein Herz-Kinder-Hilfe Hamburg lädt für Freitag und Sonnabend, 19. und 20. April, zu einer zweitägigen Tagung im Haus der HanseMerkur (nahe Dammtorbahnhof), Siegfried-Wedells-Platz 1. Am Sonnabend spricht ab 10 Uhr die Schirmherrin, Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Programm und weitere Infos unter www.Herz-Kinder-
Hilfe.de im Internet.
Kontakt: 82 29 38 81 oder E-Mail an: r.mueller@Herz-Kinder-Hilfe.de
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