Hickhack um den Isebek-Park

Der Isebek-Kanal mit seinen umliegenden Grünflächen soll zu einem Park werden. Doch zwischen den Behörden ist gar nicht klar, wer welchen Bereich pflegen und unterhalten soll. Foto: rs

Der Isebekkanal soll zum Park werden – doch das ist anscheinend schwieriger als gedacht

Von Reinhard Schwarz, Eimsbüttel/Hoheluft – Der Isebekkanal und angrenzende Grünbereiche sollen zu einem Park werden. Klingt erstmal ganz einfach, aber es gibt offenbar etliche Haken im Detail. Wer ist wofür zuständig? Darüber sind sich Umweltbehörde und Bezirksamt nicht einig. Und dann gibt es noch die Isebek-Initiative, die mit Argusaugen darüber wacht, dass der Bezirk die vorangegangenen Bürgerbegehren und den Bürgerentscheid vom vorigen Jahr beachtet.
So wurde kürzlich im Kerngebietsausschuss darüber gesprochen, Teile des Parks wie die Uferbereiche am Isebekkanal in das Verwaltungsvermögen der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) zu geben. Andere Bereiche will der Bezirk weiter unter seine Fittiche nehmen, wie etwa den Fuß- und Radweg am Kaiser-Friedrich-Ufer. Das habe finanzielle Gründe: Der Bezirk Eimsbüttel verfüge über mehr Mittel für Reparaturen der Beleuchtung oder des Weges und könne schneller eingreifen als die ferne Umweltbehörde, heißt es. Das ist auch nötig: Vor allem der Gehweg ist in einem desolaten Zustand.
Die übrigen Parkflächen sollen aber in das Verwaltungsvermögen der Umweltbehörde übergehen. Den Grund nannte Thorsten Büchner von der GAL: „Ziel ist die Aufnahme in das hamburgische Biotop-Verbund-System, um die ökologische Wertigkeit der Flächen zu unterstreichen.“ Zudem wolle die Politik mit der Isebek-Initiative zusammenarbeiten, betonte Büchner.
Doch dort wird die plötzliche Umarmungsstrategie der Parteien recht skeptisch gesehen. Sprecher Harald Duchrow wirft dem Bezirk vor, dieser habe den Geh- und Radweg zwischen Weidenstieg und Hoheluftchaussee jahrelang vernachlässigt. Duchrow: „Das hat man zuwachsen lassen, es ist aus Sparsamkeit lange nicht gepflegt worden.“ Die Folge: Das Entwässerungssystem sei durch Baumwurzeln zerstört. Bei Regen entstehen Schlammlöcher auf dem Fußweg. Angeblich wolle der Bezirk die dortigen Bäume entfernen. Das aber, so Duchrow, widerspreche dem Bürgerentscheid, in dem es gerade um deren Erhalt ging.
So viele Unklarheiten: Da hat die Politik die Entscheidung erstmal vertagt.
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2 Kommentare
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Günter Dorigoni aus Eimsbüttel | 18.10.2011 | 16:35  
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Angela Banerjee aus Altona | 24.11.2011 | 12:25  
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