Helene-Lange-Gymnasium wird „Schule ohne Rassismus“

Stolz zeigen die drei Schülerinnen Hadley (14), Emily (13) und Ksenia (13, v.l.) die neue Plakette, die in Zukunft den Eingangsbereich des HLG zieren wird. (Foto: lst)

Eimsbütteler Schule engagiert sich gegen Vorurteile und Ausgrenzung

Laszlo Steinwärder, Eimsbüttel – Das Helene-Lange Gymnasium (HLG) legte schon immer großen Wert auf internationale Verständigung. Nun hat die älteste UNESCO-Projektschule einen weiteren Schritt gemacht und darf sich ab sofort als „Schule ohne Rassimus - Schule mit Courage“ („SOR - SMC“) bezeichnen.
Zwei Monate lang hatte sich eine Gruppe Schüler und Schülerinnen zusammen mit der UNESCO-Beauftragten Sabine Hermann dafür eingesetzt, dass ihre Schule in das deutschlandweite Netzwerk aufgenommen wird. Sie sammelten Unterschriften und suchten Paten für das Projekt. 80 Prozent der Schüler, Lehrer und Elternvertreter des HLG unterschrieben, dass sie sich ab sofort aktiv an Projekten gegen Gewalt und Ausgrenzung beteiligen würden. Als Patin konnte man die Journalistin Kathrin Erdmann gewinnen. All dies waren Vorausetzungen, um die Auszeichnung „Schule ohne Rassimus“ zu bekommen.
„Wir haben uns damit verpflichtet, diesen Preis auch in Zukunft mit Projekten und Aktionen gegen Rassismus und Diskriminierung zu bestätigen“, so die Öffentlichkeitsbeauftragte des HLG, Babette Radtke.
Die Schüler und Lehrer des HLG zeigen Einsatz – und das, obwohl die eigene Schule nicht einmal betroffen ist. „Bei uns gibt es gar keine Gewalt oder Ausgrenzung“, erzählt die 13-jährige Schülerin Ksenia. Doch bei dem Projekt geht es nicht nur darum, die teilnehmenden Schulen von Rassismus zu befreien. Es geht vielmehr darum, dass die Schüler lernen, mit Rassismus und Diskriminierung umzugehen und sich aktiv dagegen zu wehren. Auch außerhalb der Schule.
So ist beispielsweise ein Musikkurs am Freitag, 20. April, bei der Gedenkfeier für die unter der Naziherrschaft ermordeten Kinder vom Bullenhuser Damm aufgetreten. Im Wahlpflichtfach Mediation wird den Schülern Konflikt- und Problemlösung beigebracht. Außerdem nahmen Schüler des HLG an anderen Projekten wie dem „Red-Hand-Day“ teil, das gegen den Einsatz von Kindersoldaten kämpft.

"Schule ohne Rassismus"
Das Projekt „Schule ohne Rassimus - Schule mit Courage“ wurde 1995 von der AktionCourage e.V. in Deutschland eingeführt. Das Ziel:Gewalt und Diskriminierung an Schulen zu reduzieren. Mittlerweile umfasst es 1.029 Schulen in ganz Deutschland, 15 davon in Hamburg. In diesem Jahr gewann das Projekt den „Theodor-Heuss-Preis“ für herausragendes zivilgesellschaftliches Engagement.
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