Gymnasium erinnert an NS-Opfer

Die Stolpersteine vor dem Helene-Lange-Gymnasium erinnern an zwei ehemalige Schülerinnen der Schule, die Opfer des Holocaust wurden. (Foto: babette radtke)
Hamburg: Helene-Lange-Gymnasium |

Schüler des Helene-Lange-Gymnasium gedenken jüdischen Opfern des Nationalsozialismus

Von Leon Alam, Eimsbüttel
Schüler des Helene-Lange-Gymnasiums (HLG) haben vor dem Schulgelände Stolpersteine im Gedenken an zwei jüdische Mädchen verlegen lassen. Die Mädchen besuchten das Eimsbütteler Gymnasium, bevor sie der Judenverfolgung der Nazis zum Opfer fielen.
Die Schüler hatten gemeinsam mit dem Ehemaligenverein des HLG und den Geschichtslehrerinnen das Archiv nach Spuren jüdischer Schülerinnen und Lehrkräfte durchsucht. Dabei stießen sie auf die Namen von zwei Ehemaligen. Eva Marianne von der Porten, geboren 1917, besuchte die Schule bis 1934 und floh dann nach Holland. Von dort wurde sie nach Auschwitz deportiert und starb 1945 in Bergen-Belsen.
Die 1923 geborene Marion Werner wurde gemeinsam mit ihren Eltern 1941 nach Litzmannstadt deportiert und vermutlich 1942 im Vernichtungslager Kulmhof ermordet.

Steine stehen auch für die Überlebenden

Die Schulgemeinschaft möchte mit den verlegten Stolpersteine der beiden ermordeten eins-tigen Schülerinnen in besonderer Weise gedenken. Die Steine sollen auch stellvertretend für alle anderen jüdischen Schülerinnen und Lehrkräfte der ehemaligen Mädchenschule stehen, die noch rechtzeitig ins Ausland fliehen konnten, um der Vernichtungsmaschinerie der Nazis zu entgehen.
Künstler Gunter Demnig ver-legte vorige Woche die Stolpersteine vor der Schule. Anschließend hatten die Schüler des
Helene-Lange-Gymnasiums die Möglichkeit, mit Demnig ins Gespräch zu kommen. Der 67-Jährige rief das Stolperstein-Projekt ins Leben und verlegt die Steine seit vielen Jahren, um die Erinnerung an die Opfer im Nationalsozialismus lebendig zu erhalten.
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