Gute Töne seit 145 Jahren

Mit Krawehl Quartett: Yvonne Trübger (Mi.) freut sich über das Können der jungen Künstler. Foto: pr

Jubiläum: Pianohaus Trübger ist seit vier Generationen im Familienbesitz

Gaby Pöpleu, Schanzenviertel
Ihr Urgroßvater Friedrich Reinhold Trübger hatte sich als „Instrumentenmacher und Clavierstimmer“ im Oktober 1872 selbstständig gemacht. Später kam ein Klavierhandel dazu. Jetzt konnte Yvonne Trübger den 145. Geburtstag des Traditionsgeschäftes „Pianohaus Trübger“ feiern – natürlich mit viel Musik.
Damals war Hamburg noch preußisch, und Altona gehörte zu Pinneberg. Friedrich Reinhold Trübger war gerade 30 geworden und frisch verheiratet, als er in der Altonaer Straße sein Geschäft eröffnete. Das passte in die Zeit: Die feinen Kreise Hamburgs trafen sich zu Kaffeekränzchen und Dinnerpartys, man schätzte es behaglich, und Hausmusik war fester Bestandteil dieses Lebens. Es gehörte zum guten Ton, mit Tönen vertraut zu sein, und viele wollten ein Piano besitzen. So wurde das Pianohaus Trübger zur ersten Adresse.
1906 verlegte Trübgers jüngster Sohn – er hieß ebenfalls Friedrich Reinhold – den Klavierhandel an die heutige Adresse in der Schanzentraße 117.

Einsatz für den musikalischen Nachwuchs

45.000 Klaviere wurden seit der Gründung in alle Welt verkauft. Yvonne Trübger leitet das Familienunternehmen – inzwischen Hamburgs ältestes Pianohaus – in vierter Generation. Besonders wichtig ist ihr die Nachwuchsförderung: Das unternehmen unterstützt „Jugend musiziert“ und bietet Nachwuchskünstlern im eigenen Konzertraum Auftrittsmöglichkeiten.
Das Jubiläum wurde natülich mit Musik gefeiert: Der Hamburger Pianist und Echo Klassik-Preisträger 2017 Sebastian Knauer spielte, außerdem waren Jazzpianist Martin Ehlers und das Krawehl Quartett – Preisträger des diesjährigen Trübger Musikpreises – zu hören.
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