Gut Radfahren – wie gehts in Eimsbüttel?

Hamburg will Wege und Routen ausbauen und verbessern – reicht das aus?

Die Stadt Hamburg will mehr Bürger dazu bewegen, aufs Fahrrad umzusteigen. Dafür sollen Radwege und Strecken besser werden – die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist konkret geplant?
Die sogenannten Velorouten durch Hamburg sollen bis 2020 fertig werden, manche davon sind bisher nur abschnittsweise gebaut. Das sind Strecken abseits von Hauptverkehrsstraßen. Radler fahren hier teils auf eigenen Wegen, teils auf der Straße.
Der Bezirk Eimsbüttel soll die Routen 2 und 3 verbessern. Route 2 führt von der Innenstadt durch St. Pauli, das Schanzenviertel, Eimsbüttel und Stellingen bis nach Eidelstedt.
Route 3 verläuft von der City über Rotherbaum durchs Grindelviertel, Eimsbüttel über Lokstedt bis nach Niendorf.

Gibt es dafür mehr Geld?
Vermutlich, eine Summe für Eimsbüttel steht aber noch nicht fest. Der Senat will bis 2018 hamburgweit 33 Millionen Euro investieren, das Geld wird unter anderem auf die Bezirke aufgeteilt. Eimsbüttel bekam zuletzt zum Beispiel 213.000 Euro (2014), 215.000 Euro (2015) und 471.000 Euro (2016) für Radinfrastruktur. Der aktuell laufende Umbau der Osterstraße wird komplett aus Geldern für den Radverkehr bezahlt (7,5 Millionen Euro). Die Bezirke sollen zudem anteilig mehr Personal bekommen, um die Bauarbeiten planen zu können. Daran hakte es zuletzt immer wieder.

Was wird noch gemacht?
Vorgesehen sind ebenfalls weitere Stadtrad-Stationen (günstige Leihräder), Abstellmöglichkeiten an Bahn-Stationen und mehr Abstellbügel für Drahtesel in der Stadt.

Sind Radverbände zufrieden?
Teilweise. Der ADFC erinnert an weitere Velorouten (4, 13 und 14) durch Eimsbüttel, die bisher nicht berück-sichtigt werden. Dafür seien die bisherigen Mittel „sehr wenig“. Eine Aufgabe seien Haupverkehrsstraßen: „Gerade angesichts des neuerlichen Unfalls an der Kieler Straße / Wördemanns Weg müssen Hamburgs Hauptstraßen sicherer für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer gemacht werden“, sagt ADFC-Sprecher Dirk Lau. Forderungen sind da Tempo 30 und regelkonforme Radverkehrsanlagen.

ADFC: Tempo 30 auf der Osterstraße
Kreuzungen müssen sicherer werden, fordert der Radverkehrsverband ADFC. An der jüngst vollständig überplanten Kreuzung Kieler Straße / Holstenkamp gebe es immer noch einen „freien Rechtsabbieger“, der eine große Gefahr für Radfahrer sei. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dort der erste Radfahrer übersehen wird“, befürchtet ADFC-Sprecher Dirk Lau.
Zudem sei es dringend nötig, in belebten Einkaufs- und Wohnstraßen wie der Osterstraße Tempo 30 einzuführen – „eine Kernforderung aus der Bürgerbeteiligung“. Wie wichtig Tempo 30 für den Radverkehr ist, zeigten auch die
jüngsten Beschwerden von Bürgern. „Viele Autofahrer halten sich dort nicht an den gesetzlich vorgeschrieben Überholabstand von 1,5 Metern. Tempo 30 würde hier auch bei den Autofahrern für Entspannung sorgen“, so Lau.

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Stichwort „Radwege Eimsbüttel“
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Betreff: Radwege Eimsbüttel
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