Großes Lob, mehr Geld gibts nicht

Auf Besuchstour mit der Senatorin: Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler (vordere Reihe, 3. v.l.) im Kreis von Hamburger Geschichtswerkstatt-Mitarbeitern (2. v.l.: Sielke Salomon, Leiterin der Eimsbütteler Einrichtung). (Foto: cvs)

Kultursenatorin Barbara Kisseler besuchte die Geschichtswerkstatt Eimsbüttel – zusätzliche Fördergelder nicht möglich

Von Christopher von Savigny, Eimsbüttel – Sie sammeln und bewahren Zeitzeugnisse und leisten so einen wichtigen Beitrag zum kollektiven Gedächtnis der Stadt: Insgesamt 17 Geschichtswerkstätten finden sich über das Hamburger Stadtgebiet verteilt. Im Rahmen einer Infotour hat die Hamburger Kultursenatorin Barbara Kisseler die Geschichtswerkstatt Eimsbüttel besucht. Die Einrichtung, die in der „Galerie Morgenland“ untergebracht ist, besteht bereits seit über 30 Jahren. Damit ist sie eine der ältesten ihrer Art in der Hansestadt.
Viel Zeit für eine Besichtigung brachte die Senatorin leider nicht mit. Aufgrund ihres eng gesteckten Terminkalenders bestand lediglich Gelegenheit für ein halbstündiges Gespräch. „In der öffentlichen Wahrnehmung wird Hamburg gerne auf ein Hochglanzbild reduziert“, sagte Kisseler. „Dabei gibt es hinter der Oberfläche einiges mehr zu entdecken. Diese Arbeit muss man sich allerdings machen.“ Aus diesem Grund könne man die Leistung der Geschichtswerkstätten gar nicht hoch genug bewerten.
Die Einrichtung in der Sillemstraße hat sich in erster
Linie mit anspruchsvollen Abendveranstaltungen einen Namen gemacht: Zu den Themen gehören die Geschichte der Juden, die NS-Zeit, Jugendkultur in Hamburg sowie Architektur und Städtebau. Als Referenten können immer wieder namhafte Wissenschaftler gewonnen werden, die teils
aus dem Ausland kommen. Zudem werden Stadtteilrundgänge und Ausstellungen organisiert, ein Archiv lädt zum Stöbern und Forschen ein.
Die Hamburger Geschichtswerkstätten werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern geführt, derzeit liegt die öffentliche Förderung bei 400.000 Euro für ganz Hamburg. Zuletzt waren die Zuschüsse vor sieben Jahren um 25 Prozent gekürzt worden. „Im Moment müssen wir mit 57.000 Euro pro Jahr auskommen“, sagte die Eimsbütteler Leiterin Sielke Salomon. „Das ist grundsätzlich zu wenig, obwohl wir unser Programm seither sogar erweitert haben.“ Kultursenatorin Kisseler kündigte an, sich bei den nächsten Haushaltsverhandlungen 2013/2014 für eine Aufstockung einsetzen zu wollen.
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