Gräber als Protest

Friedhof der Flüchtlinge vor der Uni: Mit einer Protestaktion machten Studenten auf das Massensterben im Mittelmeer aufmerksam. (Foto: JOTO)

„Die Toten kommen“: Aktion an der Uni Hamburg

Kreuze, Grabkerzen, Rosen: Mit symbolischen Gräbern haben Studenten an der Universität Hamburg auf Flüchtlingsschicksale aufmerksam gemacht. Vor dem repräsentativen Eingang zum Hauptgebäude an der Edmund-Siemers-Allee war ein kleiner Friedhof entstanden. Zu der Aktion hatte der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) aufgerufen.
Tausende Menschen ertrinken auf ihrer Flucht über das Mittelmeer. Wer Bürgerkrieg oder Unterdrückung entkam, wird an den Außengrenzen der Europäischen Union in Lagern verwahrt. AStA-Referent Till Meerpohl: „Symbolik allein ändert noch nichts am Abschottungssystem, aber sie klagt diejenigen an, die für diese Verbrechen verantwortlich sind. Sie holt die Toten aus dem Mittelmeer in den Alltag der Menschen, sodass die Augen geöffnet werden können um solidarischen Widerstand zu der aktuellen EU-Politik zu leisten.“
Die Aktion an der Uni ist Teil einer bundesweiten Protest-Initiative unter dem Namen „Die Toten kommen“. In Berlin wurden Gräber vor dem Reichstagsgebäude ausgehoben. Initiator der Aktion ist das „Zentrum für politische Schönheit.“
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