Goebenstraße wird Fahrradzone

Älteste Veloroute: Der Abschnitt Allendeplatz – Behrmannplatz wurde 1999 eingeweiht, nun sollen Lücken im Eimsbütteler Radverkehrsnetz geschlossen werden. (Foto: cvs)

Wie der Bezirk Eimsbüttel seine Velorouten verbessern will

Ch. v. Savigny, Eimsbüttel

Hamburg hat im Frühsommer das „Bündnis für den Radverkehr“ vereinbart: Insgesamt 33 Millionen Euro aus Bundesmitteln stehen zur Verfügung, mit denen in erster Linie die 14 Hamburger Velorouten ausgebaut werden sollen. „Die Planungen dazu haben jetzt begonnen“, sagt Thorsten Rösch, Koordinator des Planungsstabs für Velorouten im Bezirksamt Eimsbüttel. Laut Verwaltung werden die Radrouten voraussichtlich im Jahr 2017 oder 2018 verbessert.
In Eimsbüttel geht es um zwei Strecken: Route 2 führt über Sternschanze, Sillemstraße, Basselweg und Wördemanns Weg zum S-Bahnhof Eidelstedt. Der Weg der Uni-Veloroute 3 verläuft über die Stationen Universität, Bogenstraße. Unnastraße, Stresemannallee, Grandweg und endet schließlich in Niendorf-Nord.

Als nächstes wird an der Stresemannallee gebaut

Was ist geplant? Hier ein paar zentrale Vorhaben: Die Goebenstraße (Veloroute 2) wird zu einer Fahrradstraße umgebaut – diese Arbeiten laufen bereits. In der Högenstraße wird der Asphalt ausgetauscht. Als problematisch bezeichnet Rösch den Zwei-Richtungs-Radweg im Wördemanns Weg: „Für Radler ist das nicht ideal.“ Vor allem beim Abbiegen sei die Wegeführung unpraktisch und gefährlich. In jedem Fall müssten Veränderungen am Wördemanns Weg mit dem Bau des Autobahndeckels über die A7 koordiniert werden.
In Eidelstedt steht die Reichsbahnstraße im Zentrum der Überlegungen. Das Problem: Eine schmale Fahrbahn, keine Radwege. „Möglicherweise kommt eine Tempo-30-Regelung in Frage“, erklärt Rösch. Vorteil: Im Fall einer Verkehrsberuhigung könne auf einen separaten Radweg verzichtet werden.
Das erste rund fünf Kilometer lange Teilstück der Veloroute 3 (in Rotherbaum) wurde bereits 1999 eröffnet – damit ist dieser Abschnitt der älteste in der Hansestadt. Laut Bezirksamt bekommt als erstes die Strese-mannallee (zurzeit mit einem Zwei-Richtungs-Radweg ausgestattet) einen neuen Belag. Der Grandweg war erst im vergangenen Jahr neu asphaltiert worden.
„Bevor die Maßnahmen starten, wird es eine Bürgerbeteiligung geben“, sagt Rösch. Anwohner würden per Handzettel, über Aushänge und über die Internetseite des Bezirksamts informiert.

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