Geplantes Flüchtlingsheim Sophienterrasse - Senat pokert hoch

Um eine neue Flüchtlingsunterkunft einzurichten, erwarb die Stadt für rund 15 Millionen Euro das ehemalige Kreiswehrersatzamt an der Sophienterrasse, die Kosten für den notwendigen Umbau werden vom Auftragnehmer "fördern und wohnen" auf weitere 4,8 Millionen Euro beziffert. Der Senat stand in der Kritik, zu teuer zu planen. Auch stand von Anfang an fest, dass sich Widerstand bei den Anwohnern regen werde und dass diese auch vor einer Klage nicht zurückschrecken. Nun ging im Klageweg die erste Runde an die Anwohner, weil das Veraltungsgericht einen Baustopp verhängte. Über die Begründung, dass es sich hier nach dem Bebauungsplan um ein besonders geschütztes Wohngebiet handele, das die Einrichtung eines Heims für 220 Flüchtlinge verbiete, lässt sich trefflich streiten. Fakt ist jedoch, dass der Senat alle Kritik und Risiken in den Wind schlug und jetzt erst mal mit leeren Händen dasteht. Es muss deshalb die Frage erlaubt sein, ob er sich deshalb so verhielt, weil er zeigen wollte, dass er sich von Nichts und Niemandem aufhalten lässt, wenn es um die Einrichtung von Flüchtlingsunterkünften geht. Dies wäre dann fatal, wenn die Stadt auch auf dem weiteren Instanzenweg unterliegen würde. So wünscht man sich, dass die Stadt am Ende doch noch als Sieger hervorgeht - im Interesse der Steuerzahler und natürlich im Interesse einer gerechten Lösung der Flüchtlingsunterbringung in Hamburg.
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