Geld für Kunstrasen gesichert - doch die Vereine streiten sich wieder

Für junge Kicker des FC Alsterbrüder und des ETV soll der Sportplatz Gustav-Falke-Straße mit Kunstrasen ausgestattet werden. Grund zum Jubeln? Nicht unbedingt: Es geht noch nicht los, weil die Vereine sich über Details streiten.
Hamburg: Sportplatz Gustav-Falke-Straße |

Sportplatz Gustav-Falke-Straße könnte dieses Jahr umgebaut werden – aber Alsterbrüder und ETV finden keinen Kompromiss über die Nutzung

Das Geld liegt bereit, es könnte losgehen mit dem Umbau des Sportplatzes an der Gustav-Falke-Straße. Doch zwischen den zukünftigen Nutzern, dem FC Alsterbrüder (FCA) und dem Eimsbütteler Turnverband (ETV), gibt es weiter Zwist. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist geplant?
Der Grandplatz an der Gus-tav-Falke-Straße soll mit einem Kunstrasenbelag ausgestattet werden. Damit kann die Sportfläche häufiger genutzt werden, es stehen mehr Trainings- und Spielzeiten zur Verfügung.

Woher kommt das Geld?
Größtenteils von der Stadt: Insgesamt 400.000 Euro stellt Hamburg zur Verfügung. 100.000 Euro kommen von den beteiligten Vereinen FCA und ETV. 20.000 Euro steuern umliegende Schulen bei, weitere 30.000 Euro schießt der Bezirk zu.

Wer soll die Anlage nutzen?
Es soll wie bisher der Stammplatz des FCA bleiben, der ETV will die Anlage für seine Mädchen- und Frauenfußballsparte nutzen. Klassen der umliegenden Schulen – Kielortallee, Ida-Ehre-Schule, Helene-Lange-Gym-nasium und Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium – können bis nachmittags dort Sport treiben.

Was ist nun das Problem?
Der alte Streit zwischen dem kleineren FCA und dem Riesen ETV ist wieder ausgebrochen. Im Detail geht es um Nutzungszeiten, Regeln für den Spielbetrieb an Wochenenden, Werbeeinnahmen und mögliche Aussichten auf ein neues Clubheim direkt am Platz. Als der FCA die Planungen zum Umbau der Anlage vor gut drei Jahren angestoßen hat, gab es bereits Streit darüber, wer auf dem Platz Hauptnutzer und wer Juniorpartner ist. Dieser Konflikt schien in der Zwischenzeit beigelegt, flammte aber bei den jüngsten Verhandlungen über Details wieder auf.

Wie geht es weiter?

Das Bezirksamt Eimsbüttel soll nun mithelfen, eine Lösung zu finden. Marc Schemmel (SPD): „Die Politik hat ihren Teil zum Gelingen des Projekts beigetragen. Nun können die Akteure miteinander die letzten Regelungen zur Gestaltung und späteren Nutzung der Anlage vornehmen, so dass wir hoffentlich bald den ersten Spatenstich auf der Anlage erleben.“ Nächs-te Woche soll es noch ein Vermittlungsgespräch zwischen den Streithähnen geben.

Sportpark: Die Pläne

Unter der Regie der Alsterbrüder haben Anrainer und Partner ein Konzept für den „Sportpark Kerngebiet Eimsbüttel“ erstellt. Hauptpunkte: Ein moderner Kunstrasenplatz, Flächen für Leichtathletik und Fitnessbereiche für Jedermann. Davon sollen alle im Umfeld profitieren: Schulen, Vereine und Nachbarn. 1,5 Millionen Euro würde das Gesamtpaket nach ersten Schätzungen kosten, ein Kunstrasen als erster Schritt kostet etwa 550.000 Euro. Knapp 4.500 Schüler besuchen täglich die umliegenden Schulen in dem Quartier. Hunderte Kicker von FCA und ETV profitieren von dem angestrebten Umbau, wenn er denn wirklich kommt.
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