Gehweg-Streit: Doch wieder mehr Platz für Gastronomen

Wie viel Platz muss auf den Gehwegen sein? Schanzen-Anwohner Johannes la Roche (41), Vater von Anton (vier Monate) findet die vor ein paar Wochen eingeführte Zwei-Meter-Regel gut: „In der Bartelsstraße ist zwar genug Platz. Problematisch wird es, wenn ein Auto zu weit auf dem Gehweg parkt. Vor allem in der Susannenstraße ist es besonders eng, weil dort am Wochenende die Massen durchströmen." SPD und GAL in Altona haben die neuen Regeln (teilweise) wieder zurückgenommen. (Foto: rs)

Rolle rückwärts: SPD und Grüne in Altona weichen neue Regeln auf

Christiane Handke-Schuller, Sternschanze – Nun soll es also doch wieder mehr Platz für Gastronomen geben: In der Sternschanze gilt – wie im gesamten Bezirk Altona – wieder die Regel, dass Cafés, Imbisse und Restaurants 1,50 Meter auf dem Gehweg frei halten müssen. Zuvor sollten zwischen Tischen und Straßenkante zwei Meter frei sein. Doch es gibt auch Ausnahmen: Im Schulterblatt und in der Susannenstraße soll es weiter bei der Zwei-Meter-Regelung bleiben.
Die Bezirksversammlung Altona hat am vorigen Donnerstag die vor kurzem eingeführten neuen Regeln zurückgenommen. Nicht nur Gastronomen waren dagegen Sturm gelaufen - Tausende von Café-Gästen unterschrieben Protestlisten. Mit Erfolg.
Doch für vier Standorte im Bezirk gilt immer noch die Zwei-Meter-Regelung. Es sind Straßen, die besonders stark frequentiert sind: Ottenser Hauptstraße, Paul-Nevermann Platz, Schulterblatt und Susannenstraße. Mark Classen, stellvetretender Fraktionsführer der SPD-Fraktion Altona, stellt klar: „Doch auch für diese vier Straßen gelten die zwei Meter nicht unumstößlich. Eine geringere Breite ist nach Prüfung durch das Amt in begründeten Einzelfällen möglich.“
Keine Probleme wird der Paul-Nevermann-Platz am Altonaer Bahnhof machen - dort gibt es kaum Außengastronomie. Die Susannenstraße ist ein Sonderfall – hier wurden Parktaschen zu Gastronomieplätzen umgewandelt. Zudem kämpfen Wirte hartnäckig gegen Auflagen, wie etwa schalldämmende Schirme.
Bleiben Schulterblatt und Ottenser Hauptstraße. Dort sollen die Fußwege in zwei Metern Breite frei von Tischen und Stühlen bleiben. Aber, so Classen weiter: „Wir lassen im Einzelfall prüfen, ob das durchgängig nötig ist oder ob man Ausnahmen machen kann.“
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