Gedenken an den 9. November 1938

Wann? 09.11.2014 21:00 Uhr

Wo? Synagoge Hohe Weide, Hohe Weide 34, 20253 Hamburg DE
Im Grindelviertel wollen Anwohner mit Lichtern und Kerzen an Stolpersteinen der Ermordeten gedenken. (Foto: Amos Schliack)
Hamburg: Synagoge Hohe Weide |

Veranstaltungen zur Reichspogromnacht – eine Übersicht für Eimsbüttel

Am 9. November 1938 wurden Synagogen verwüstet und angezündet – die Nationalsozialisten gingen zu neuen Attacken gegen die jüdische Bevölkerung über. Die organisierten Pogrome vor 76 Jahren waren ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Vernichtungspolitik der Nazis. Anlässlich des 76. Jahrestages gibt es in Eimsbüttel Gedenkveranstaltungen – eine Übersicht.

– Bewohner des Grindelviertels wollen an die vielen verschwundenen Nachbarn und jüdischen Bewohner des Viertels gedenken. Ab 16.30 Uhr sollen Lichter und Kerzen an Stolpersteinen brennen.

– Die Jüdische Gemeinde Hamburg lädt zur Langen Nacht des Lernens in die Synagoge, Hohe Weide 34, ein. Um 21 Uhr spricht Rabbiner Shlomo Bistritzky über die Thorarolle. Um 22 Uhr beginnt eine Diskussion mit Vertretern aus drei Generationen. Thema: Das Leben nach der Shoah in und mit dem Heimatland Deutschland. Ab 23 Uhr wird ein Dokumentarfilm über den Holocaust-Überlebenden und Unternehmer Dr. Felix Zandmann gezeigt. Die Witwe Ruta Zandmann ist für eine
Diskussion zu Gast. Achtung: Besucher müssen ihren Personalausweis dabeihaben.

– Die Ida Ehre Schule, früher Jahnschule, nimmt an einer bundesweiten Aktionswoche gegen Antisemitismus teil. Am Freitag, 7. November, wird der vertriebenen und ermordeten ehemaligen Schülerin Renate Freimuth gedacht. Schülerinnen und Schüler einer neunten Klasse arbeiten eine Woche lang an neuen Aktionsformen gegen Antisemitsimus. Gemeinsam mit dem Archiv der Jugendkulturen (Berlin) werden Workshsops wie Rap, Comiczeichnen, Theater, Fotografie oder Video und Graffiti angeboten.

– Die Gottesdienstwerkstatt der Kirchengemeinde Eimsbüttel will an heimliche Helfer von verfolgten Juden erinnern. Es werden Beispiele vorgestellt, wie Menschen aus Eimsbüttel im Nationalsozialismus mitmenschlich blieben und Bedrängten halfen. Der Gedenk-Gottesdienst beginnt um 10 Uhr in der Apostelkirche. Um 11 Uhr schließt sich ein Rundgang an zu Stolpersteinen für
Verfolgte und Opfer des NS-Regimes.
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